KfW fördert altersgerechten Umbau

3. Mai 2010 | von

Die KfW-Bank erweitert ihr Förderprogramm „Altersgerechtes Umbauen“: Seit Anfang des Monats können Eigenheimbesitzer sowie Mieter, die ihre Immobilie entsprechend anpassen wollen, einen Förderkredit in Anspruch nehmen.

Gute Nachrichten für angehende Senioren: Die staatliche KfW-Bank ergänzt das aus Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung subventionierte Förderprogramm „Altersgerecht Umbauen“. Seit dem 1. Mai können Eigenheimbesitzer, die einen solchen Umbau ihrer Immobilie planen, neben dem bisher schon angebotenen zinsvergünstigten Darlehen einen bezuschussten Kredit bei der KfW-Bank beantragen.

Ab einer Investitionssumme von 6.000 Euro kann nun ein Zuschuss von fünf Prozent der förderfähigen Investitionskosten gewährt werden, maximal gibt es 2.500 Euro pro Wohneinheit. Einen Antrag stellen können Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern, Eigentumswohnungen, Wohneigentümergemeinschaften sowie Mieter. Gefördert werden beispielsweise der Einbau von Aufzügen, die Überbrückung von Treppenstufen, die Verbreiterung von Türen und der Umbau von Bädern.

„Wir wollen den Wohnungsbestand stärker an die Bedürfnisse älterer Menschen anpassen“, kommentiert Bundesbauminister Peter Ramsauer die Förderungserweiterung. „Mit dem Zuschuss machen wir die Investitionen in Baumaßnahmen auch für Menschen attraktiv, die kein Darlehen aufnehmen möchten. Ich empfehle, bei Umbaumaßnahmen auch gleich an altersgerechte Verbesserungen zu denken. Wohnungen, die barrierearm sind, werden künftig an Wert gewinnen.“

Die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund Deutschland begrüßte die neue Förderung. Die vom Bundesbauministerium gemeinsam mit der KfW entwickelte Zuschussvariante sei praxisgerecht und hilfreich, da ältere Eigentümer meist keine größeren Kredite mehr aufnehmen könnten oder wollten, so der Präsident der Gemeinschaft Rolf Kornemann. Altersgerechtes Wohnen habe eine große Bedeutung, damit ältere Menschen solange wie möglich ohne fremde Hilfe wohnen könnten – dafür seinen barrierelose Wohnungen eine wichtige Voraussetzung.

Der altersgerechte Umbau von Wohnungen sei neben der klima- und umweltfreundlichen Modernisierung die zentrale wohnungspolitische Herausforderung der nächsten Jahre, so Kornemann. Bisher seien noch nicht einmal zwei Prozent der Wohnungen entsprechend angepasst.


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