Heizkosten sind 2009 gesunken

19. Mai 2010 | von

Gute Nachrichten für deutsche Haushalte: Weil die Kosten für Energie im vergangenen Jahr zurückgegangen sind, wurde auch das Heizen billiger. Laut dem gestern vom Deutschen Mieterbund und CO2Online veröffentlichten „Bundesweiten Heizspiegel 2010“ zahlten die Haushalte 2009 im Schnitt circa 14 Prozent weniger als im vorangegangenen Abrechnungszeitraum – und können auf Rückzahlungen hoffen. Die Aussichten für 2010 sehen allerdings nicht so rosig aus: Der strenge Winter und wieder steigende Energiepreise könnten Mehrkosten bedeuten.

Die Haushalte in Deutschland haben im Abrechnungsjahr 2010 im Schnitt 718 Euro für das Beheizen ihrer Wohnung ausgegeben. Das entspricht einem Rückgang um durchschnittlich 14 Prozent im Vergleich zu 2008. Dies geht aus dem am Dienstag veröffentlichten „Bundesweiten Heizspiegel 2010“ hervor, der durch die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online mbH und dem Deutschen Mieterbund e. V. (DMB) im Rahmen der Heizspiegelkampagne des Bundesumweltministeriums erstellt wird. Grundlage der Studie sind 80.000 repräsentativ ausgewählte Gebäude.

Im gleichen Zeitraum sank der Heizenergie-Verbrauch allerdings um gerade mal zwei Prozent – die Haushalte profitierten somit vorrangig von den im verganenen Jahr gefallenen Energiepreisen. Und legen in der Zwischenzeit bereits wieder kräftig zu. Allein der Ölpreis verteuerte sich im Januar um 7 Prozent, im Februar allerdings schon um 13,8 Prozent und im März sogar um 32,1 Prozent. Demenstprechend warnt der co2online Geschäftsführer Dr. Johannes D. Hengstenberg vor zuviel Euphorie. Der Rückgang von 14 Prozent würden zwar nach viel klingen, aber keine dauerhafte Verbillgung darstellen. Wessen Versorger bereits die nächste Erhöhungsrunde eingeläutet hat, kann sich nach einem günstigeren Gasanbieter oder Heizöllieferanten umsehen

Deutlich unterschiedlich fällt das Ergebnis für die Nutzer der verschiedenen Heizungsarten aus. So konnten sich Heizöl-Nutzer nicht nur über einen Kostenrückgang von fast 30 Prozent bzw. 260 Euro freuen, sie zahlten mit 620 Euro auch deutlich weniger als Haushalte mit Erdgasheizungen, deren Heizkosten sich auf durchschnittlich 785 (-1,9 Prozent) beliefen. Am teuersten war 2009 erneut die Fernwärme mit 860 Euro. Aufgrund langfristiger Lieferverträge stiegen die Kosten hier sogar um 2,4 Prozent.


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