Hamburg: mehr Wohnungen im Überseequartier

4. Juni 2010 | von

Anstatt weiterer Büroflächen soll nun im Hamburger Überseequartier mehr Wohnraum geschaffen werden, welcher in der Hansestadt dringend gebraucht wird. Aufgrund des hohen Angebots an scheinbar unausgelasteten Büroimmobilien in Hamburg sei es schwierig, die planmäßigen Bürohäuser im Süden des Überseequartiers zu realisieren.

Nach Ansicht des Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) hat die Stadt nun die Chance, Fehlentwicklungen im Überseequartier zu beheben. Ursprünglich hatten die Investoren geplant, Büroflächen in der Hafenstadt für bis zu 20 Euro/m² zu vermieten, sollte nun aber wie geplant die Stadt die gleichen Räumlichkeiten im neuen Überseequartier günstiger anbieten, würden die teureren Büroflächen nicht mehr zu den kalkulierten Preisen vermarktet werden können. Die Stadt will große Teile des Überseequartiers selber anmieten, da sich nur wenige Interessenten für die Büroflächen fanden.

Im Norden des Überseequartiers starten bereits diesen Sommer die ersten Mietwohnungsprojekte. So werden in den Wohnkomplexen zwischen Singapurstraße und Osakaallee, welche Namen wie „Arabica“, „Haus Ceylon“ oder „Pacamara“ tragen, Wohnungen von 53 bis zu 182 Quadratmetern angeboten. Dabei variieren die Mietpreise zwischen 12 und 24 Euro. Das Quartier nahe der Speicherstadt wird sich höchstwahrscheinlich größter Beliebtheit erfreuen, denn neben Sehenswürdigkeiten wie dem Internationalen Maritimen Museum, befinden sich einige Häuser in direkter Wassernähe.

Hamburgs angesagteste Designerin Ulrike Krages wurde nun damit beauftragt, Musterwohnungen auszustatten, damit zukünftige Mieter sich von den Wohnideen inspirieren lassen können, gleichzeitig bietet sich für die Designerin die Möglichkeit, ihre neuen Kollektionen vorzustellen.

Im Überseequartier, welches bis spätestens 2013 fertiggestellt sein soll, sind 16 Gebäude geplant, die eine Gesamtfläche von 288.000 Quadratmetern ausmachen. Weiterhin sind für die 7,9 Hektar großen Fläche Hotels, Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie sowie ein Kreuzfahrtterminal geplant. Unter dem Überseequartier bietet die größte Tiefgarage Deutschlands Platz für etwa 3.400 Fahrzeuge. Insgesamt sollen in das Bauvorhaben rund 1,1 Milliarden Euro investiert werden.


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