Libeskind-Villa: Fertighaus auf neuem Niveau

7. Juni 2010 | von

Wer mit dem nötigen Kleingeld ausgestattet ist, kann sich mit der „Libeskind-Villa“ ein wahrhaft exklusives Fertighaus kaufen. Der Star-Architekt, der in Deutschland insbesondere durch die Gestaltung des Jüdischen Museums in Berlin bekannt ist, hat mit dem Designhauskonzept „Signature Series“ einen spektakulären Mix aus Design, Material und Nachhaltigkeit kreiert.

Fertighäuser gelten gemeinhin als wenig individuell. Dank standardisierter Bauteile und einheitlicher Architektur gleichen sich die Bauten oft wie ein Ei dem anderen, auch wenn viele Hersteller inzwischen einen gewissen Grad an Eigenständigkeit ermöglichen. Im ungünstigsten Fall sind die gleichen Gebäude aber an jeder Ecke anzutreffen – ein Albtraum für jeden Individualisten. Mit der „Libeskind-Villa“ wäre auch diese Gefahr besiegt: Mit maximal 30, möglichst weit voneinander entfernten Exemplaren und einem Preis von ca. drei Millionen Euro bleibt die nötige Exklusivität gewahrt.

Auch das Design der Villa ist natürlich alles andere als Standard. Es erinnert mit seinen asymetrischen Formen und der Auswahl der Materialen eher an eine Skulptur als ein Gebäude, dennoch ist das Innenleben komplett auf ein möglichst komfortables Wohnen ausgerichtet. Und da es heute auch in gehobenen Kreisen chic ist, auf Nachhaltigkeit zu achten, kann die Villa auch auf diesem Gebiet glänzen. Ein Mix aus Erdwärmenutzung und in eine Zinkoberfläche integrierte Sonnenkollektoren sorgen für möglichst regenerative Energienutzung, die Regenwasseraufbereitung soll zudem kostbares Wasser sparen.

Doch auch bei der Auswahl und Verarbeitung der Baumaterialen ist Nachhaltigkeit oberstes Prinzip. Das Grundgerüst des Hauses besteht zu großen Teilen aus Holz, dem natürlichen Bau-Rohstoff schlechthin. Zusammen mit der Wärmedämmung und technischen Finessen wie einer Wärmerückgewinnung erreicht das Haus so den KfW-40-Standard, verbraucht also weniger als 40 kWh/m²a.

Das Konzept hat Libeskind zusammen mit der Berliner Firma Proportion inzwischen zur Serienreife gebracht, bestaunen lässt sich das Gebäude bisher allerdings erst an zwei Orten: An der Rheinzink-Zentrale in Datteln, wo es als Hauptquartier der Firma fungiert, und am Lago Maggiore in der Schweiz. Ein weiteres Gebäude ist derzeit in Portugal geplant.


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3 Kommentare zu Libeskind-Villa: Fertighaus auf neuem Niveau

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  3. Christian sagt:

    Dann werde ich mir mal diese Möglichkeit eines Fertighaus anschauen. so ein 0815 Fertighaus hat mir noch nie richtig gut gefallen. Allerdings finde ich sind die Vorzüge enorm!

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