Grünes Licht vom Senat: Europacity entsteht in Berlin

10. Juni 2010 | von

Der Startschuss für die bauliche Entwicklung des Stadtgebietes um den Berliner Hauptbahnhof ist gefallen: Vom Senat beschlossen und von der Senatorin für Stadtentwicklung deutlich befürwortet, soll nördlich des gläsernen Bahnhofes jetzt die „Europacity“ entstehen.

Zwei Jahre nach Vorlage eines ersten Entwurfs kommt die Planung des neuen Stadtquartiers nördlich des ebenfalls jungen Berliner Hauptbahnhofs endlich ins Rollen. Das Projekt „Europacity“ an der Heidestraße erhielt gestern vom Berliner Senat den Startschuss: Der Bebauungsplan, der eine Fläche von 3,35 Hektar umfasst, ist damit beschlossene Sache. Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) befürwortet den Plan: „Die Europacity ist ein Standort für hochwertiges Wohnen und Arbeiten. Ich bin überzeugt: In unmittelbarer Nähe zu Regierungsviertel und Hauptbahnhof entsteht ein herausragendes Berliner Quartier, das Investoren anziehen wird.“

So hat die planende Immobiliengesellschaft Vivico Real Estate zum Ziel, ein Stadtquartier entstehen zu lassen, in dem diverse Lebensbereiche wie Wohnen, Arbeiten, Kultur und Freizeit idealerweise miteinander verknüpft werden sollen. Das kulturelle Zentrum und zugleich südlichsten Punkt des neuen Stadtquartiers soll dabei der Hamburger Bahnhof mit dem Museum für Gegenwart und dem angrenzenden, ebenfalls im Hause Vivico initiierten, Kunst-Campus darstellen.

Die bisher noch stark befahrene Heidestraße, die die beiden Ortsteile Tiergarten und Wedding miteinander verbindet, zieht sich im Entwurf durch das Quartier, das am Spandauer Schifffahrtskanal eine optimale Lage erhalten soll. Hier soll auch exklusiver Wohnraum entstehen, der durch fußgängerfreundliche Straßen sowie öffentliche Plätze und Freiflächen ergänzt wird. Das Projektgebiet erhält so einen wohnfreundlichen Charakter und bewegt sich weg von der gewerblichen Nutzung. Heute ist das Projektgebiet im westlichen Teil noch stark durch die ehemalige Nutzung als Containerbahnhof und im östlichen Teil durch alte Lagerhallen und -flächen geprägt. Auch jetzt wird das Areal noch von Logistikunternehmen zur Lagerung von Produkten genutzt.

Junge-Reyer blickt optimistisch in die Zukunft der Europacity. In dieser Lage werde es keine Probleme bereiten, Abnehmer zu finden und durch das „eigene städtebauliche Erscheinungsbild“ des geplanten Quartiers würde die nachhaltige Stadtentwicklung gefördert. Der Rahmen für den Bebauungsplan war ein städtebaulicher Wettbewerb im Jahr 2008 gewesen, der von Vivico in Kooperation mit der Deutschen Bahn AG und dem Land Berlin ausgeschrieben worden war. Dessen Ergebnisse sind in einen Masterplan eingeflossen, der anschließend in Zusammenarbeit von Grundstückseigentümern, Projektentwicklern, Planern und Behörden erarbeitet wurde.


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