Bausparen: Schwäbisch Hall trotzt der Krise

20. Juli 2010 | von

Das Geschäft bei Deutschlands größter Bausparkasse brummt. Sowohl Neugeschäfte als auch Baufinanzierungen konnten während des ersten Halbjahres 2010 im zweistelligen Prozentbereich zulegen. Zukunftspotential sieht die Bausparkasse vor allem bei Modernisierungen und Sanierungen, da der Wohnungsneubau zunehmend schwächelt.

Das schon öfter als Modell von gestern titulierte Bausparen trotzt der Krise auch weiterhin. Allein beim Branchenprimus Schwäbisch Hall zog das Geschäft in den ersten sechs Monaten des Jahrens 2010 deutlich an. So konnte die Bausparkasse circa 450.000 Bausparverträge mit einer Bausparsumme von insgesamt 14 Milliarden Euro abschließen, ein Plus von 16,1 Prozent gegenüber dem 1. Halbjahr 2009.

Besonders das Geschäft mit Wohn-Riester-Verträgen konnte mit einem Plus von 46,4 Prozent deutlich zulegen. Insgesamt wurden 53.000 Verträge für die staatliche Föderung von Wohnraum abgeschlossen. Auch der Spargeldeingang stieg um 15,4 Prozent auf 4 Mrd. Euro. Die Bausparsumme der Bausparkasse des genossenschaftlichen FinanzVerbunds belief sich auf insgesamt 219,4 Mrd. Euro. Ganz im Gegensatz zum Trend im deutschen Baufinanzierungsmarkt konnte Schwäbisch Hall auch auf diesem Gebiet mit 10,1 Prozent zweistellig zulegen.

Entsprechen zufrieden zeigte man sich bei der Bausparkasse. „Das gute Neugeschäft trotz anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheit ist der Beleg für die hohe Attraktivität des Bausparens und der eigenen vier Wände“, so Vorstandsvorsitzender Dr. Matthias Metz. Bausparen sei zur Zeit der Sicherheitsanker beim Sparen und Finanzieren.

Zukunftspotential sieht Metz inbesondere im Wohnungsneubau und bei der Modernisierung von Bestandsbauten. Zwar schwächelt der Neubau von Wohnungen seit Jahren mit einem absoluten Tiefpunkt im Jahr 2009, dementsprechend groß sei aber der Bedarf an Neubauten. So beziffert das Forschungsinstitut Empirica den erforderlichen Neubaubedarf derzeit auf jährlich 235.000 Wohnungen.

Nach Ansicht von Metz bieten auch die Investitionen in Bestandsbauten zunehmend Chancen für die gesamte Bausparbranche. Erwerb, Modernisierung, energetische Sanierungen und altersgerechter Umbau haben bereits heute einen Anteil von 80 Prozent am gesamten Wohnungsbauvolumen.


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