KfW streicht Förderung für energetisches Sanieren zusammen

20. August 2010 | von

Die KfW setzt den Rotstift bei ihren Programmen zur energetischen Sanierung an. Als Grund gibt die Bank die unerwartet hohe Nachfrage nach zinsgünstigen Darlehen an, die den zur Verfügung stehenden Etat ausgeschöpft haben. Wer sein Eigenheim noch kostengünstig sanieren will, sollte sich deshalb beeilen – künftig gibt es nur noch Fördermittel für Neubauten und Komplettsanierungen.

Ein wenig Zeit haben Besitzer von Altbauten allerdings noch, um den energieeffizieten Umbau ihres Hauses mit kostengünstigen Darlehen oder Zuschüssen zu finanzieren. Der Antrag für die Förderung von energetischen Teilsanierungen wie der Erneuerung von Fenstern, Dach oder Heizung (KfW-Programm 152/430) muss bis zum 31. August bei der KfW eingetroffen sein, denn ab dem 1. September 2010 ist dann Schluss. Zwar können solche Einzelmaßnahmen auch zukünftig eingeschränkt mithilfe des KfW-Programmes 141 („Wohnraum modernisieren“) finanziert werden, allerdings nur über Kredite mit schlechteren Konditionen. Die alternative Zahlung von Zuschüssen fällt komplett weg.

Die KfW begründet das Aus für die Förderlinien mit der unerwartet hohen Nachfrage. So seien bereits im ersten Halbjahr 2010 knapp 5 Milliarden Euro für energetische Sanierungen ausgeschüttet worden, knapp ein Viertel mehr als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Die vom Bauministerium bereitgestellten Finanzmittel sind damit bereits fast komplett ausgeschöpft.

Auch die Sonderförderung von Wärmepumpen und Nachtspeicherheizungen im Programm „Energieeffizient Sanieren“ ist betroffen und wird zum großen Teil eingestellt. Bestimmte Einbauten wie Hocheffizienzpumpen, Erneuerung von Thermostatventilen, hydraulischem Abgleich oder der Austausch von Nachtspeicherheizungen werden in Zukunft nicht mehr gefördert.

Bestehen bleibt dagegen die Förderung von Neubauten und Komplettsanierungen. Für letztere müssen Bauherren allerdings mit erhöhten Zinsen rechnen.


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