Potsdam ist teuerstes Immobilienpflaster in Ostdeutschland

9. September 2010 | von

Der Immobilienmarkt in Ostdeutschland zeigt sich mehr als stabil. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Immobiliengesellschaft TLG. Spitzenreiter mit den teuersten Immobilien ist eindeutig Potsdam, gefolgt von Dresden und Jena.

Das Immobiliengeschäft im Osten Deutschlands boomt: sowohl Eigentumswohnungen, Häuser als auch Gewerbeimmobilien haben in den neuen Bundesländern deutlich an Wert gewonnen. Zu diesem Ergebnis kommt die bundeseigene Immobiliengesellschaft TLG mit dem kürzlich veröffentlichten Bericht „Immobilienmarkt Ostdeutschland 2010“.

„Der Immobilienmarkt in Ostdeutschland präsentiert sich derzeit in einem bemerkenswert robusten Zustand“, so Niklas Karoff, Geschäftsführer der TLG. Die Immobilienpreise seien im Allgemeinen stabil geblieben oder sogar noch gestiegen, so Karoff weiter. Der Wertanstieg der Wohnimmobilien in Ostdeutschland sei unter anderem auf die zunehmende Kaufkraft in den neuen Bundesländern sowie auf die stabile Arbeitsmarktsituation zurückzuführen.

Bei der Studie zeigten sich Potsdam und Dresden als besonders auffällig. Beide Städte erwiesen sich oftmals als die teuersten Pflaster unter den Wohnimmobilien. Die teuersten Eigenheime außerhalb Berlins wurden mit bis zu 650.000 Euro in Potsdam ermittelt. Bereits mit einigem Abstand folgt Dresden mit Preisen bis 500.000 Euro. Platz drei belegt Jena mit 470.000 Euro für ein Eigenheim.

Auf Platz eins der teuersten Reihenhäuser und Eigentumswohnungen ist ebenfalls Potsdam, wobei die Preise zwischen 140.000 und 350.000 Euro liegen. Platz zwei belegt Stralsund mit 80.000 bis 240.000 Euro für eine entsprechende Immobilie. Bezüglich Neubauwohnungen verweist Rostock-Warnemünde mit etwa 3.800 Quadratmetern Potsdam auf Platz zwei. Dresden folgt mit 1.300 bis 2.900 Euro/ Quadratmeter für Neubauten und 900 bis 3.600 Euro/ Quadratmeter für modernisierte Altbauten.

Auffällig zeigte sich anhand der Studie auch die in Thüringen stabile Tendenz zu höheren Wohnungspreisen. In fast allen kreisfreien Städten wie beispielsweise in Jena, Erfurt oder Gera war dieser Trend besonders zu beobachten. Eine weitere Überraschung zeigte sich auch bei der Entwicklung der Preise für Wohnbauland, bei denen besonders in Rostock die Preise am stärksten anzogen. Spitzenpreise von bis zu 550 Euro für den Quadratmeter wurden 2009 dort für Wohnbauland gezahlt.

Potsdam bleibt mit Mietpreisen bis zu 8 Euro pro Quadratmeter auch für Mieter weiterhin die teuerste Stadt Ostdeutschlands. In Berlin beobachtete die TLG neben den allgemeinen stabilen bis steigenden Preisen besonders im Osten der Stadt einen Aufwärtstrend bei den Eigentumswohnungen. Mittlerweile kosten Objekte in guten Lagen bis zu 3.900 Euro pro Quadratmeter.


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