Pünktlich zu Beginn der Heizperiode: Energiepreise steigen

17. September 2010 | von

Kaum steht die kalte Jahreszeit vor der Tür, erhöhen viele Energieanbieter die Preise. Einer aktuellen Erhebung zufolge planen 61 Gasversorger in den kommenden Monaten, ihre Tarife aufzustocken – in Einzelfällen sogar um mehr als 19 Prozent. Auch die Strompreise werden bei etlichen Anbietern um bis zu zehn Prozent teurer.

Die ersten kalten Tage sind angebrochen, die Heizungen aufgedreht und ausgerechnet jetzt kündigen mehr als 60 Energieversorger Tariferhöhungen für Gas und Strom an. Dies berichtet das Online-Vergleichsportal „Check 24“ auf Basis einer deutschlandweiten Analyse der Energieversorger. Manche Anbieter planen dabei sogar Preiserhöhungen von bis zu 19 Prozent.

Die stärksten Gaspreiserhöhungen haben die Verbraucher in Hersbruck/ Mittelfranken zu erwarten: jährlich sollen dort rund 238 Euro mehr pro Haushalt hinzukommen. Dass sich die Preise auch anders entwicklen können, zeigen 54 weitere Anbieter: diese planen Preissenkungen um durchschnittlich etwa sechs Prozent. Experten empfehlen aufgrund der erhöhten Preise einen Anbieterwechsel, mit dem sich jährlich oft dreistellige Beträge sparen lassen.

„Check24“ zufolge sei die zweigeteilte Preisentwicklung auf dem Gasmarkt die Folge unterschiedlicher Beschaffungs- und Unternehmensstrategien der Versorger. Anbieter, die ihren Gasvorrat im Großhandel erworben hätten, könnten es sich leisten, niedrigere Preise zu beanspruchen als Anbieter, die Gas teuer anschaffen müssen.

Expertin fordert Preissenkung

Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung fordert eine Senkung der Energiepreise: „Der Endkundenpreis für Privatkunden in Deutschland liegt rund 30 Prozent über dem Mittelwert der Europäischen Union“, so Kemfert. Sie appelliert an die Bundesregierung verstärkt Wege zu mehr Konkurrenz auf dem Gasmarkt darzulegen.

Doch nicht nur das Gas wird teurer: die Strompreise werden laut „Check24“ zum Teil ebenfalls steigen. Bislang sind insgesamt sechs Stromversorger bekannt, die Preiserhöhungen von durchschnittlich sechs Prozent planen. So müssen Verbraucher in Bamberg mit einer Mehrbelastung von rund zehn Prozent rechnen, was für einen Vier-Personen-Haushalt Mehrkosten von etwa 105 Euro pro Jahr bedeuten würden. Lediglich ein Anbieter wird dagegen in den nächsten Monaten die Strompreise senken – und das gerade mal um ein Prozent.


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