Heizung richtig winterfest machen

24. September 2010 | von

Nicht richtig funktionierende oder schlecht eingestellte Heizungsanlagen können den Energieverbrauch empfindlich nach oben treiben. Hauseigentümer sollten deshalb noch rechtzeitig vor Beginn der richtigen Heizperiode ihre Heizung warten lassen.

Dabei sollte man nicht erst darauf warten, bis die Heizung gluckert und die Wärmeentwicklung in den Zimmern im Zeitlupentempo verläuft. Auch normal funktionierende Heizungen sollten nach dem monatelangen Stillstand während der Sommermonate vor dem Beginn der „heißen“ Heizperiode nochmals gründlich durchgecheckt werden. Heizungsexperten betonen, dass die Energieeinsparpotentiale einer optimal eingestellten Heizung selbst gegenüber einer normal funktionierenden immerhin bis zu 20% betragen. Für den Verbraucher hat dies gleich mehrere Vorteile: Die Lebensdauer der Anlage erhöht sich, die Nebenkosten für das Heizen sinken und der Ausstoss schädlicher Klimagase wird verringert.

Thomas Kwapich von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) rät Heizungsbesitzern, die Heizungsanlage mindestens einmal pro Jahr von einem ausgebildeten Fachmann warten zu lassen. Dieser führt alle notwendigen Sicherheitschecks durch und prüft, ob einzelne Heizungskomponenten gut aufeinander eingestellt sind und reinigt diese bei Bedarf. Die bei der Verbrennung von Öl, Gas oder Holz entstehenden Rückstände in der Anlage wirken isolierend und verhindern das schnelle Aufheizen, was einen erhöhten Brennstoffverbrauch zur Folge hat.

Eine nicht optimal laufende Heizung erkennen Verbraucher an einer schlechten und verschiedenen Räumen unterschiedlich schnell verlaufenden Erwärmung. Auch eine verzögerte Reaktion auf Veränderungen am Thermostat und Heizungsgeräusche sind ein Alarmsignal. Spätestens bei einem erhöhten Energieverbrauch oder plötzlich deutlich höheren Brennstoffrechnungen sollten alle Zweifel am Zustand der Heizung beseitigt sein.
Kurzfristig helfen kann eine korrekte Einstellung der Vorlauftemperatur. Insbesondere bei älteren Anlagen ist diese zu hoch eingestellt, was dazu führt, dass das durch die Heizung fließende Wasser zu heiß ist und unnötig Energie verschwendet wird. Mit wenig Aufwand können zudem über Putz verlaufende Heizungsrohre gedämmt werden, die sonst vollkommen unnötig die Kellerräume aufwärmen. Dabei ist weder das Dämmmaterial teuer noch die Installation schwierig, der Effekt dagegen groß. Nach Angaben der dena verbraucht jeder ungedämmte Meter Heizungsleitung jährlich 10 Liter Öl zusätzlich.

Eine größere Investition dagegen ist die Installation einer neuen Heizungspumpe. Diese sorgt nicht nur für die Zirkulation des Wassers zwischen Heizkessel und Heizkörpern, sondern ist in einem 4-Personen-Haushalt für circa 10% des jährlichen Stromverbrauches verantwortlich. Moderne Hocheffizienzpumpen senken den Stromverbrauch dagenen um 80% – angesichts der stetig steigenden Strompreise ein gutes Argument.


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