Im Pott wohnt man günstig

4. Oktober 2010 | von

Die Mietpreisschere geht in Nordrhein-Westfalen immer weiter auseinander. Während die Mieten in den großen Ballungsräumen stabil bleiben, droht in kleineren Städten und ländlichen Gegenden ein Preisverfall. Besonders teuer sind Wohnungen in den Großstädten der Rheinschiene, während die Mieten im Ruhrgebiet weiterhin günstig sind. Zu diesem Ergebnis kommt der Wohnungsmarktreport NRW 2010 des Immobilienunternehmens LEG.

In Deutschlands größtem Bundesland differenzieren sich die Wohnungsmärkte weiterhin deutlich aus. Besonders ländliche und strukturschwache Regionen drohen, durch anhaltenden Bevölkerungsschwund den Anschluss an die Ballungsräume und Wirtschaftszentren des Landes zu verlieren. Die Folge sind stagnierende oder sinkendende Mieten und Wohnungspreise in den betroffenen Regionen. Das geht aus dem LEG-Wohnungsmarktreport hervor, für den der Immobiliendienstleister CB Richard Ellis April 2009 und April 2010 die Mieten, Kaufpreise, Leerstände und Kaufkraftdaten aller 864 Postleitzahlengebiete Nordrhein-Westfalens analysiert hat.

Profitieren können dagegen die Städte der Rheinschiene wie Düsseldorf, Köln oder Bonn sowie die Universitätsstädte Aachen und Münster. Steigenden Einwohner- und Haushaltszahlen sorgen für stabile Wohnungsmärkte mit stetig steigenden Mieten und Preisen. Ein weiterer Trend ist auch die Ausdifferenzierung zwischen den Wohnungsausstattungen. Hochwertige Miet- und Eigentumswohnungen konnten praktisch unabhängig von der Lage im vergangenen Jahr preislich zulegen, während einfache Objekte in den meisten Fällen im Preis fielen.

Düsseldorf teuer, Gelsenkirchen günstig

Der Studie zufolge zeigt sich inbesondere die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt Düsseldorf als teuerstes Pflaster im Lande. Sowohl bei den Mieten (Oberkassel mit durchschnittlich 11,04 Euro je Quadratmeter) als auch bei den Kaufpreisen von 3.729 Euro je Quadratmeter ist Düsseldorf unangefochten Spitze. Besonders teuer sind auch die Kölner Stadtteile Altstadt/Nord (10,53 Euro/m²), in der auch die Wohnkostenbelastung von knapp 30% konkurrenzlos hoch ist, Lindenthal, Altstadt/Süd und Neustadt Süd mit jeweils 10 Euro pro Quadratmeter.

Bei den Kaufpreisen für Eigentumswohnungen konnte sich überraschenderweise die Studentenstadt Münster mit 3.257 Euro/m² noch vor der Domstadt Köln (3.250 Euro/m²) platzieren.

Besonders billig sind Eigentumswohnungen dagegen in den Städten des Ruhrgebietes. Unangefochten günstig ist Gelsenkirchen mit 300/m², gefolgt von Duisburg 359 Euro/m².


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