Wieder mehr Optimismus in der Immobilienbranche

5. Oktober 2010 | von

Dass in der Immobilienbranche wieder neuer Enthusiasmus zu spüren ist, war das Fazit nach dem ersten Tag der Expo Real in München. In den vergangenen Jahren gehörte sie zu den von der Krise besonders getroffenen Wirtschaftszweigen, doch scheinbar hat sich der Markt wieder erholt. Dies zeigte sich nicht nur an der Anzahl der Aussteller.

Herrschte in den vergangenen Jahren unter den Ausstellern der Immobilienmesse Expo Real noch Unsicherheit und Zurückhaltung, schauen viele wieder optimistischer in die Zukunft. Zur diesjährigen Messe, die vom 04. Bis 06. Oktober auf dem Gelände der Messe München stattfindet, sind viele Aussteller nach einer Pause wieder zurückgekehrt. Vor allem Teilnehmer aus Ländern Zentral-, Mittel- und Osteuropas sind in diesem Jahr deutlich stärker auf der Expo Real vertreten.

Dass sich auf dem Immobilienmarkt einiges getan hat, zeigt auch das deutlich gestiegene Investitionsvolumen. Nach Berechnungen der DTZ-Beratungsgesellschaft wurden allein im zweiten Quartal dieses Jahres rund 21,4 Milliarden Euro in die europäischen Gewerbeimmobilienmärkte investiert. Ein Hauptgrund der gestiegenen Nachfrage sei die Konjunkturerholung: „Weil Unternehmen wieder mehr Flächen anmieten, sind die Spitzenmieten an den europäischen Büromärkten im zweiten Quartal im Schnitt um ein Prozent gestiegen“, so DTZ-Analystin Magali Marten zu Welt Online.

Auch die aktuellen Umfrageergebnisse des King Sturge Immobilienkonjunktur-Index bestätigen die verbesserte Stimmung in der Immobilienwirtschaft. So zeigte die monatlich durchgeführte Stimmungsbefragung den höchsten Stand seit der ersten Erhebung im Januar 2008. Obwohl Immobilienexperten für das kommende Halbjahr bessere Chancen auf Ertrags- und Investmentseiten sehen, wird dennoch vor zu viel Euphorie gewarnt. Die Risiken wiederholter Verwerfungen oder konjunktureller Rückschläge auf den Finanzmärkten sollten nicht unterschätzt werden.

Zudem sind der florierende Außenhandel sowie auch Investitionen Gründer, die der deutschen Wirtschaft im Frühjahr 2010 zu enormen Wachstum verholfen haben. So stieg das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Frühjahr 2009 beispielsweise um 4,1 Prozent. Auch der Export erhöhte sich um 8,2 Prozent. Momentan ist das stärkste Wachstum seit der Wiedervereinigung zu verzeichnen.


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