dena: Magdeburg wird erste energieeffiziente Musterkommune

6. Oktober 2010 | von

Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt Magdeburg wird als erste Stadt das von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) entwickelte Programm „energieeffiziente Kommune“ zur Steigerung der Energieeffizienz und Verbesserung des Klimaschutzes umsetzen. In den kommenden drei Jahren will die Stadt zeigen, wie Kommunen nicht nur ihren Energieverbrauch senken und die Umwelt schonen, sondern gleichzeitig die Haushaltskassen entlasten können.

In einem Atemzug den Energiebedarf einer Stadt reduzieren und dazu die Ausgaben reduzieren, das soll mit dem Energie-und Klimaschutzmanagement der dena nun möglich werden. Die Ottostadt Magdeburg geht dabei als erste Musterkommune mit gutem Beispiel voran. Finanzielle Unterstützung bekommt die Stadt dabei von den Städtischen Werken Magdeburg (SWM) sowie vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. „Mit dem Energie- und Klimaschutzmanagement der dena können Kommunen in Deutschland die Energieeffizienzpotenziale besser ausschöpfen“, betont Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung.

Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper betrachtet die Entscheidung der Stadt, an dem Programm der dena teilzunehmen, als selbstverständlich: „Unsere Stadt ist bereits seit Jahren im Bereich Energieeffizienz und Klimaschutz aktiv. Als Mitglied im Klimabündnis der europäischen Städte und Modellstadt regenerativer Energien hat sich Magdeburg verpflichtet, einen messbaren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Als erste energieeffiziente Musterkommune wollen wir unsere Aktivitäten für den Umweltschutz weiter erhöhen“, so Trümper weiter.

Die dena rät Kommunen, die dem Beispiel Magdeburgs folgen und ihre Energiebilanz ebenfalls verbessern wollen, das Energie- und Klimaschutzmanagement einzuführen, da es tatsächlich helfen kann, Energieeinsparpotenziale in sämtlichen kommunalen Handlungsfeldern bestmöglich zu nutzen. Entscheidet sich eine Kommune für das Energie- und Klimaschutzmanagementsystem, wird zunächst ein energie- und klimapolitisches Leitbild entwickelt, welches dann durch einen Ratsbeschluss in den kommunalen Strukturen eingebunden werden muss. Dann liegt es bei der Kommune, die Umsetzung der Energieeffizienzmaßnahmen zu organisieren.

Um die entsprechenden Maßnahmen sinnvoll und effektiv umsetzen zu können, empfiehlt die dena zuvor die jeweiligen Ausgangssituationen innerhalb der Kommune zu analysieren. Für die unterschiedlichen Handlungsfelder müssen sowohl die Auswertung der Energieverbräuche als auch die Effizienzpotenziale jeweils einzeln durchgeführt werden. Wichtig beim Ablauf des Programms ist vor allem ein gut funktionierendes Projektmanagement, bei dem die Ziele, vorgegebene Zeitpläne und auch das Kostenbudget immer im Blick behalten wird.


Artikel bewerten und teilen:
VN:F [1.9.19_1165]
0
Dieser Beitrag wurde unter Energie abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.