Günstige Mieten bleiben auch zukünftig wichtigstes Kriterium bei der Wohnungssuche

6. Oktober 2010 | von

Bei der Wohnungssuche wird auch zukünftig die Höhe der Miete das entscheidende Kriterium sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des VdW Bayern. Gefolgt wird die Miete aber bereits vom niedrigen Energieverbrauch, der für viele zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Auch wenn Bundeskanzlerin Merkel (CDU) die Mieter in Deutschland wegen der zu erwartenden massiven Kosten für die energetische Sanierung von Wohngebäuden schon mal behutsam auf deutlich steigende Mieten vorbereiten will, wird zukünftig auch weiterhin eine günstige Miete das Hauptkriterium bei der Wohnungswahl sein, wie eine repräsentative Umfrage der GfK Marktforschung im Auftrag des Verbandes bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW Bayern) ergab.

Die Forscher wollten wissen, welche Kriterien und Ansprüche Mietern in zehn Jahren bei der Wohnungswahl wichtig sein werden. Demnach werden sich Wohnungssuchende auch in zehn Jahren mehrheitlich nach Wohnungen mit günstigen Mieten umsehen. Rund drei Viertel aller Befragten ist eine bezahlbare Miete wichtig. Dieses Ergebnis bestätigt auch die These des Mieterbundes, dass sich deutlich steigende Mieten auf vielen Märkten wohl nicht durchsetzen lassen.

Allerdings ist vielen Mietern nicht nur aufgrund der stetig steigenden Energiekosten eine Wohnung mit niedrigem Energieverbrauch zunehmend wichtig. Knapp 66 Prozent aller Befragten suchen bevorzugt nach einer gut gedämmten, energiesparenden Wohnung.

Erst auf dem dritten Rang folgen mit einem Anteil von knapp 50% die ersten „klassischen“ Ausstattungsmerkmale wie Balkon, Terrasse oder Freiflächen. Auch das Wohnen im Grünen ist lediglich 37 Prozent der Befragten wichtig.

Wegen der demografischen Entwicklung werden in den kommenden zehn Jahren allerdings auch Faktoren wie die Barrierefreiheit der Wohnung zunehmend an Bedeutung gewinnen. Wichtig scheint vielen auch die Zusammensetzung der Nachbarschaft. Immerhin 28,7 Prozent der Befragten glauben, dass Wohnungssuchende solche „soften“ Faktoren zunehmend bei der Wahl berücksichtigen.


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