Vorsicht bei der Heizkostenabrechnung: oft wird falsch abgerechnet

11. Oktober 2010 | von

Hohe Kosten, wenig Verständnis: Die Heizkostenabrechnung ist für viele Mieter ein jährlich wiederkehrendes Rätsel – und ein Ärgernis zugleich, denn wie jetzt aber eine Studie der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz zeigt, ist fast die Hälfte aller Heizkostenabrechnungen für Mietwohnungen fehlerhaft.

Augen auf also bei den Heizkostenabrechnungen! So manch ein Mieter muss trotz energiesparender Lebensweise jedes Jahr tief in die Tasche greifen, wenn die Abrechnung der Heizkosten ansteht. Viele Mieten können sich die hohen Nachzahlungen allerdings nicht so recht erklären – und sind mit ihren Zweifeln auf der richtigen Fährte. Ganze 47 Prozent aller Abrechnungen Fehler wiesen Fehler auf, wie eine Auswertung von mehr als 600 Kostenaufstellungen von Vermietern der letzten zehn Jahre gezeigt hat. Nur knapp ein Drittel (36 Prozent) sei fehlerfrei gewesen, bei gut 17 Prozent hätte es zumindest an Klärungsbedarf bestanden.

Laut Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz sei der häufigste Kritikpunkt der Brennstoffverbrauch gewesen, der hauptsächlich Ölheizungen betrifft. Vermieter bewerteten ihn in 16 Prozent aller Abrechnungen falsch. Auch die Heizkosten wurden oft zu einem höheren Anteil (bis zu 70 Prozent mehr) als normalerweise erlaubt nach Verbrauch abgerechnet, dafür weniger über die Mietfläche. Zudem rechneten Vermieter in sieben Prozent der untersuchten Abrechnungen die Warmwasserkosten über eine Pauschale ab, was der Verbraucherzentrale zufolge jedoch nur in Ausnahmefällen zulässig sei. Oftmals habe sich in der Studie auch die Aufteilung der Gesamtkosten zwischen den unterschiedlichen Nutzergruppen (privaten und gewerblichen Mietern) als falsch oder als nicht nachvollziehbar gewesen. Insgesamt wurden in der Studie 20 typische Fehler ermittelt, die in unterschiedlicher Häufigkeit vorkamen.

“Diese Auswertung zeigt, dass bei den Heizkostenabrechnungen noch Vieles im Argen liegt”, so Hans Weinreuter, Energiereferent der Verbraucherzentrale. Die Verbraucherschützer appellieren deshalb an Hausverwaltungen und Vermieter, die Abrechnungen genauer zu nehmen, zumal die Erstellung der Heizkostenabrechnungen den Mietern auch noch zusätzlich angerechnet wird. „Da darf man als Mieter eine korrekte Abrechnung verlangen“, so Weinreuter weiter. Mietern wird geraten ihre Abrechnungen genauestens zu prüfen, und sich bei Unstimmigkeiten an Experten zu wenden.


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