Google Street View-Widerspruchsfrist läuft Freitag ab

12. Oktober 2010 | von

Wer seine Immobilie nicht bei Google Street View wiederfinden möchte, hat noch bis zum 15. Oktober Zeit, Einspruch gegen den Internetdienst zu erheben. Ab November wird der digitale Kartendienst dann auch in Deutschland mit den abfotografierten Straßenzügen aus vorerst 20 Großstädten starten.

Kaum ein anderer Internetdienst hat in den vergangenen Monaten die breite Öffentlichkeit so beschäftigt, wie Google Street View. Mit speziell ausgerüsteten Fahrzeugen wurden in den vergangenen Jahren 360 Grad-Panorama-Aufnahmen von Straßenzügen, Parks oder Gebäuden gemacht, die dann für alle einsehbar im Intenet veröffentlicht werden. Nun soll der Dienst auch Deutschlands Straßen zeigen.

Wer sein Gebäude oder Grundstück nicht im Internet für alle Welt einsehbar wissen möchte, hat noch bis Ende dieser Woche die Möglichkeit, gegen den Internetdienst Widerspruch einzulegen. Mieter und Eigentümer können mithilfe von Löschanträgen erreichen, dass ihre Immobilien unkenntlich gemacht und so keine Bilder der eigenen vier Wände ins Internet gestellt werden.

Google plant, Street View zunächst mit Bildern aus 20 deutschen Großstädten zu starten. Doch auch in kleineren Städten soll der Internetdienst demnächst ans Werk gehen. Deshalb rät Datenschutzbeauftragter Johannes Caspar auch Bewohnern außerhalb der Großstädte, die keine Aufnahmen ihres Hauses im Internet haben wollen, frühzeitig Widerspruch einzulegen: „Wer ohnehin Widerspruch einlegen will, dem ist zu raten, dies bereits jetzt zu tun. Damit ist man auf der sicheren Seite und braucht sich um weitere Ankündigungen über kommende Fristen nicht mehr zu kümmern“, äußerte sich Caspar gegenüber Focus Online.

Der Widerspruch kann sowohl auf dem Postweg, als auch über ein speziell von Google bereitgestelltes Online-Tool eingelegt werden. Noch liegt dem Unternehmen keine genaue Zahl der bereits eingereichten Anträge vor. Es sei „nicht möglich, die genaue Anzahl der eingegangenen Anträge auf Unkenntlichmachung von Wohnungen oder Häuser zu ermitteln, da sie nicht eindeutig ist“, kommentierte Google-Deutschland-Sprecherin Lena Wagner.


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