Junge Familien sind gerngesehene Nachbarn

13. Oktober 2010 | von

Meist kann man sich seine Nachbarn nicht aussuchen, aber wenn es doch möglich wäre, würde die Mehrheit der Deutschen am liebsten neben jungen Familien wohnen. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Immobilienportals Immowelt. Gar nicht gern gesehen sind dagegen Wohngemeinschaften.

Lärmende Kinder, Stolperfallen im Treppenhaus – all das würde die Deutschen nicht schrecken, wenn sie sich ihren neuen Nachbarn aussuchen könnten, denn junge Familien stehen hierzulande als potentielle Nachbarn hoch im Kurs. Einer repräsentativen Umfrage der Immowelt AG zufolge würde eine klare Mehrheit von 45 Prozent gerne eine junge Familie neben sich einziehen sehen. Damit hat sich die Kinderfreundlichkeit allerdings bereits erschöpft, denn auf den nächsten Plätzen folgen ältere, kinderlose Ehepaare (19 Prozent), Singles (10%) und junge Pärchen ohne Kinder (8 Prozent). Unbeliebter als alleinerziehden Elternteile (diese werden nur von 6 Prozent der Befragten gewünscht) sind dagegen nur noch Wohngemeinschaften, die gerade einmal 4 Prozent als neue Nachbarn begrüssen möchten. Da scheinen sich wohl einige Vorurteile wie andauernder Partylärm, freie Liebe und THC-Nebelschwaden über die letzten Jahrzehnte festgesetzt zu haben.

Bei der Betrachtung der einzelnen Bevölkerungsgruppen ergibt sich dagegen ein differenzierteres Bild. Hier wird deutlich, dass die Deutschen gern unter ihresgleichen wohnen, sprich: Singles würden am liebsten einen weiteren Single nebenan wohnen haben, während Familien einen deutlichen Beliebtheitseinbruch erleiden. Selbst Wohngemeinschaften sind bei Singles deutlich angesehener, immerhin könnte dort ja der kommende Lebenspartner schlummern. Alleinerziehden Elternteile und junge Pärchen sehen Singles dagegen nur ungern in der Nachbarschaft.

Bei getrennt Lebenden stehen dagegen Alleinerziehende dagegen hoch im Kurs. Knapp 27% würden sich entweder ein alleinerziehendes Elternteil oder gar eine glückliche junge Familie in der Nachbarwohnung wünschen, junge Pärchen dagegen eher nicht.

Für die repräsentative Immowelt-Studie „Wohnen und Leben“ wurden im Januar 2010 vom Marktforschungsinstitut Innofact 1.029 Personen ab 18 Jahren befragt.


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