Vor Umzug unbedingt Energieausweis prüfen

21. Oktober 2010 | von

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) rät Immobilieninteressenten, vor der Entscheidung für eine Wohnung oder ein Haus unbedingt Einblick in den Energieausweis des Gebäudes zu nehmen. Unnötig hohe Energiekosten können somit vermieden werden.

Gerade zur kalten Jahreszeit, in der die Heizung öfter aufgedreht wird als sonst, zeigt sich, wie gut oder schlecht es um den energetischen Zustand eines Gebäudes steht. Bei gut gedämmten Häusern bleiben die Kosten für Heizung und Warmwasser im Normalfall wesentlich niedriger, als bei unzureichend isolierten Gebäuden mit alten Heizungsanlagen.

Um die Energiekosten und damit letztendlich die Gesamtausgaben möglichst niedrig zu halten, empfiehlt die Deutsche Energie-Agentur schon vor dem Kauf einer Immobilie , auf deren energetische Beschaffenheiten zu achten. Mietern und Käufern rät das Unternehmen weiterhin, verschiedene Immobilien und deren energetischen Zustand zu vergleichen. Möglich ist das mit dem Energieausweis, der seit 2008 für alle Hauseigentümer Pflicht ist, die eine Wohnung oder ein Haus zum Beispiel vermieten oder verkaufen wollen.

„Für alle, die auf der Suche nach einem neuen Zuhause sind, ist der Blick in den Bedarfsenergieausweis bei der Wohnungs- oder Hausbesichtigung ein Muss“, rät Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. „Liegt das Gebäude im grünen Bereich, verbraucht es wenig Energie für die Wärmeerzeugung und ist damit eine gute Wahl.“

Mögliche Interessenten sollten jedoch wissen, was es mit dem Energieausweis, mit dessen Hilfe sich Aussagen über den Energieverbrauch (von Heizung und Warmwasser) eines Gebäudes treffen lassen, auf sich hat. Hilfreich dabei ist die Farbskala: befindet sich ein Gebäude laut Energieausweis im grünen Bereich, können Hauskäufer sicher sein, dass die Energiekosten eher niedrig sein werden. Der rote Bereich auf der Skala deutet dagegen auf ein schlecht gedämmtes und wenig isoliertes Heim hin, bei dem die Kosten dementsprechend hoch sein werden. Potenzielle Käufer oder Mieter sollten sich zudem über die Modernisierungsempfehlungen informieren, die Sanierungsmaßnahmen beinhalten, welche den Energieverbrauch senken können. Der energetische und bauliche Zustand sowie zukünftige Kosten lassen sich so besser einschätzen.

Angehende Mieter und Käufer sollten bei dem Energieausweis, der sich aus Verbrauchs- und Bedarfsausweis zusammensetzt, zudem darauf achten, dass Letzterer das dena-Gütesiegel beinhaltet, welches für die gute Qualität des Energieausweises spricht.


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