Preise für Wohnimmobilien steigen weiter an

1. November 2010 | von

Wohnen in Deutschland wird immer teurer: Nicht nur die Mieten steigen, sondern auch die Preise für Wohnimmobilien. Dem IVD-Wohnpreisspiegel zufolge kosten Eigentumswohnungen in großen Städten im Vergleich zum Vorjahr bis zu 2,7 Prozent mehr. Je nach Region zeigen sich jedoch deutliche Preisunterschiede.

Die Nachfrage nach Wohnimmobilien ist groß, doch auch die Preise klettern weiter in die Höhe. Laut dem aktuellen Wohnspiegel des Immobilienverbandes Deutschland (IVD) stiegen die Preise für Eigentumswohnungen in Großstädten ab 300.000 Einwohnern im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent. Die Preisentwicklung für Bestandswohnungen fiel mit Anstiegen von 0,1 bis 0,7 Prozent aber relativ gering aus. Ein Quadratmeter kostet laut Berechnungen des IVD s momentan durchschnittlich 940 Euro. Für eine 70 Quadratmeter große Bestandswohnung stieg der Kaufpreis beispielsweise von 65.730 auf 65.800 Euro. Die Preise für Neubauwohnungen stiegen im Allgemeinen um 1,4 Prozent und kosten aktuell etwa 108.430 Euro.

Die Preisentwicklung für Eigentumswohnungen verlief je nach Region jedoch unterschiedlich: wurden in Städten ab 300.000 Einwohnern Preiszuwächse von 2,2 Prozent und mehr verzeichnet, stiegen die Preise in Städten und Gemeinden mit Einwohnerzahlen unter 200.000 dagegen nur leicht an. In München kostet eine Eigentumswohnung im Schnitt etwa 2.900 Euro pro Quadratmeter, eine ähnliche Wohnung in Fröndenberg/ Ruhr gibt es dagegen schon für 650 Euro pro Quadratmeter. Bei Eigentumswohnungen mit gutem Wohnwert in Städten zwischen 200.000 und 300.000 Einwohnern wurden sogar Preissteigerungen von bis zu 4,7 Prozent festgestellt.

Auch die Eigenheime werden teurer

Die Preise für Eigenheime sind im Vergleich zu 2009 ebenfalls gestiegen. Kostete ein 150 Quadratmeter großes Haus im Vorjahr noch 253.500 Euro, müssen Käufer aktuell mit 254.000 Euro rechnen. In Baden-Baden, München und Stuttgart sind die Häuser dieser Kategorie laut IVD am teuersten. Auch bei den Eigenheimen war die Preisentwicklung je nach Region sehr unterschiedlich. In Städten mit 300.000 und mehr Einwohnern stiegen die Preise im Schnitt zwischen 0,5 und 1,9 Prozent, in Städten unter 50.000 waren die Preise sogar rückläufig.

IVD Vizepräsident Michael Schick begründet die Ergebnisse des Wohnspiegels auch mit dem demografischen Wandel: „Die Metropolregionen sind preisstabil, während ländliche Gebiete und andere Abwanderungsregionen Verluste hinnehmen müssen.“


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