Leichter Aufwärtstrend beim Wohnungsbau hält an

22. November 2010 | von

Die große Krise des Wohnungsbaus in Deutschland scheint vorerst überwunden – wenn auch auf niedrigem Niveau. Nach dem historischen Tiefststand im Jahr 2008 wurden auch in den ersten neun Monaten des Jahres 2010 wieder mehr Wohnungen genehmigt.

Verhalten gute Nachrichten für die Baubranche gab es am vergangenen Freitag aus Wiesbaden. Dem Statistischen Bundesamt zufolge wurde von Januar bis September 2010 der Bau von ingesamt 137.900 Wohnungen genehmigt. Es scheint nun endlich wieder voranzugehen, denn gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Plus von 7% oder 9.000 Wohnungen.

Anlass zur Euphorie geben die Zahlen allerdings nicht, denn in den vergangenen Jahren erlebte der Wohnungsbau einen dramatischen Sinkflug. Zum Vergleich: Wurden im Rekordjahr 1995 noch 603.000 Wohungen genehmigt, sank diese Zahl kontinuierlich bis zu ihrem Tiefstpunkt im Jahr 2008, als gerade noch 151.641 Wohnungen genehmigt wurden. Erst ab dem zweiten Halbjahr 2009 ging es wieder leicht bergauf.

Insgesamt wurde in den ersten neun Monaten des Jahres 2010 der Bau von 120.500 Wohnungen genehmigt. Damit konnte der Wohnungsbau um 7,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegen. Von der gestiegenen Baulaune profitierte besonders der Bau von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern, der um 9,5 Prozent stieg. Auch Wohnungen in Zweifamilienhäuser konnten mit einem Plus von 8,2 Prozent etwas mehr zulegen als klassische Einfamilienhäuser, die einen Zuwachs von 6,3 Prozent verzeichneten.


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