Neuer Schufa-Service gibt Auskunft über Unternehmensbonität

25. November 2010 | von

Mit einem neuen Service der Schufa können nun auch Privatpersonen Bonitäts-Informationen über Unternehmen einholen. Besonders für Häuslebauer ist das Angebot interessant, schließlich kommt es häufig vor, dass die Baufirma noch während der Bauarbeiten Pleite geht. Ganz billig ist die Auskunft allerdings nicht.

Egal ob neuer Handyvertrag, die Finanzierung für den Fernseher oder die Bewerbung für eine Wohnung: Privatpersonen müssen in etlichen Bereichen ihre finanzielle Situation durchleuchten lassen. Hebt die Schufa ihren Daumen, sind die Anschaffungen kein Problem, bei einer negativen Bewertung der Bonität gibt es häufig Probleme.

Umgekehrt war es für Privatpersonen bisher kaum möglich, an Informationen über die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens zu kommen, um so möglichen Ärger bereits im Vorfeld zu vermeiden. Mit einem neuen Online-Service der Schufa soll genau dies nun möglich werden. „Mit der SCHUFA-Unternehmensauskunft haben Privatpersonen ein verlässliches und unabhängiges Instrument zur Hand, das bei der genaueren Einschätzung von Risiken bei größeren finanziellen Engangements hilft“, erklärt Tilo Walter von der Schufa das neue Angebot.

Unter „meineschufa.de“ stehen laut focus.de Bonitätsinformationen von ingesamt knapp 1,5 Millionen im Handelsregister eingetragenen Unternehmen zur Verfügung, darunter Angaben zum Zahlungsverhalten und detaillierte Informationen zur Rechtsform des Unternehmens, Mitarbeiterzahl und Führungspersonal.
Ob in den nächsten 12 Monaten eine Insolvenz droht, ist anhand eines Ampel-Symbols zu erkennen. Leuchtet diese „rot“, könnte es zu finanziellen Problemen des Unternehmens kommen. Gewähr für die Richtigkeit der Angaben übernimmt die Schufa allerdings nicht.

Interessant für Häuslebauer

Besonders interessant ist das Schufa-Angebot für zukünftige Häuslebauer. Geht die Baufirma noch während der Bauarbeiten Pleite, kostet das den Bauherren nach Angaben des Bauherren-Schutzbund e.V. durchschnittlich 15.000 Euro, von Bauverzögerungen, einem Baustopp und dem daraus resultierenden Ärger ganz abgesehen. Und so selten ist ein solches Szenario nicht, wie focus.de berichtet. Laut einer Umfrage sind immerhin 17,9 Prozent der Hausbauer von Firmeninsolvenzen betroffen.

Ganz billig ist der Service allerdings nicht. Neben einer einmaligen Registrierungsgebühr von 18,50 Euro werden pro Abfrage weitere 28,50 Euro fällig. Ruft man Informationen zu mehreren Unternehmen ab, kann das für Privatpersonen ziemlich kostspielig werden. Verglichen mit den möglichen Kosten einer Zahlungsunfähigkeit kann die Auskunft dennoch eine lohnenswerte Investition sein.


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