München : Run auf Eigentumswohnungen

29. November 2010 | von

Die Münchener sind die unermüdlich steigenden Mieten leid und greifen vermehrt zu Eigentumswohnungen. Die sind zwar auch alles andere als billig, dank der derzeit günstigen Hypothekenzinsen aber halbwegs günstig zu finanzieren.

Münchens Eigentumswohnungen stehen zurzeit hoch im Kurs. Die große Nachfrage treibt gleichzeitig auch die Preise nach oben, allein im letzten halben Jahr stiegen die Kosten für gebrauchte Eigentumswohnungen um sechs Prozent, wie „tz-online“ berichtet.

Dennoch reicht die Preisspanne für die Wohnungen von 120.000 bis 350.000 Euro, je nachdem für welche Größe und Lage sich der Käufer entscheidet. In Hasenbergl kostet eine gebrauchte 70 Quadratmeter große Eigentumswohnung durchschnittlich etwa 122.500 Euro, für eine gleichgroße Wohnung in einem Viertel mit sehr guter Wohnlage wie der Altstadt werden dagegen Preise von 322.000 Euro verlangt. In Maxvorstadt, Lehel und Solln, die ebenfalls zu den besseren Stadtvierteln gehören, sind die Wohnungspreise ebenso hoch angesiedelt. Neugebaute Wohnungen der gleichen Größe sind im Schnitt von 283.5000 bis 360.500 Euro zu haben. Wenn man jedoch bedenkt, dass anderswo in Bayern ganze Häuser für diese Summen zu bekommen sind, erscheinen die Preise in der bayerischen Hauptstadt dennoch leicht überteuert. In Passau kostet ein gebrauchtes Haus mit 150 Quadratmetern plus 700 Quadratmeter Grund beispielsweise 270.000 Euro, in Ingolstadt oder Augsburg liegen die Preise bei etwa 350.000 Euro – in Bayerns Hauptstadt zahlt man für ein gleichwertiges Haus stolze 775.000 Euro.

Doch die hohen Wohnungspreise sind für viele kein Hindernis, sich dennoch eine Eigentumswohnung zuzulegen, was bei den günstigen Krediten auch kein Wunder ist. „Der Eigennutzer kehrt zurück“, betont auch Stephan Kippes, Chefmarktforscher des Immobilienverbandes IVD gegenüber „tz-online“. Jedoch gibt es auch kritische Stimmen: „Manche Verkäufer haben Preisvorstellungen jenseits von Gut und Böse. Die wollten für die Wohnung vor einem Jahr 2.000 Euro pro Quadratmeter und jetzt 3000 Euro“, warnt Günter Gültling aus dem IVD-Vorstand. In spätestens drei Jahren könnten die Immobilienpreise voraussichtlich bereits wieder sinken.


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