Immobilienkäufer achten auf guten energetischen Zustand

8. Dezember 2010 | von

Gut gedämmt und modern geheizt muss sie sein, die bevorzugte Immobilie deutscher Hauskäufer. Sind diese Kriterien nicht erfüllt, ist das Haus heutzutage kaum vermittelbar, wie das „Immobilienbarometer“ von Interhyp und Immobilienscout24 ergab. Trotz gutem energetischen Zustand rechnen die meisten Käufer dennoch mit weiteren Investitionen zur Energieeinsparung.

Energieschleudern haben auf dem deutschen Immobilienmarkt kaum noch Chancen, einen Käufer zu finden. Einer Untersuchung des Immobilienfinanzierers Interhyp sowie des Immobilienportals Immobilienscout 24 zufolge achtet eine große Mehrheit von 83 Prozent der Immobilienkäufer auf den energetischen Zustand des Gebäudes. Ist dieser nicht ganz optimal, ist eine große Mehrheit auch bereit, in Verbesserungen zu investieren.

Gute Dämmung ist Top-Kriterium

Ob eine Immobilie dabei in einem guten energetischen Zustand ist, machen 70 Prozent der Befragten von einer guten Wärmedämmung abhängig. Fast gleichauf in der Bewertung liegen eine moderne Heizungsanlage (69,3 Prozent) sowie mehrfachverglaste Fenster, die 65 Prozent der Befragten als entscheidendes Kaufkriterium ansehen. Auch die Nutzung regenerativer Energien ist den Deutschen zunehmend wichtig: Knapp jeder Zehnte hält nach Immobilien mit einer Solarthermieanlage Ausschau.

Interessant ist auch, dass ein guter Zustand von Heizung und Bausubstanz für Hauskäufer inzwischen genauso wichtig ist wie die ehemalig unangefochtenen Top-Kaufkriterien wie Preis, Lage oder der Ausstattung. Dabei sind die Deutschen aber nicht bereit, jeden Preis zu zahlen. Mehr als die Hälfte der Hauskäufer (58,4 Prozent) pocht auf ein vernünftiges Verhältnis von Preis und energetischem Zustand.

Allerdings sind anscheinend vor allem Selbstnutzer an sparsamen Gebäuden interessiert. Soll die Immobilie als Kapitalanlage genutzt werden, ist knapp einem Viertel der Investoren der energetische Zustand der Immobilie nicht von Bedeutung.

Mehrheit rechnet mit weiteren energetischen Investitionen

Obwohl die Energieeffizienz schon beim Kauf ein wichtiges Kriterium darstellt, plant mehr als die Hälfte der 2.460 befragten Immobilieninteressenten mit weiteren Investitionen zur Verbesserung der Energiebilanz. Dass es sich dabei durchaus um größere Maßnahmen handeln kann, zeigen die erwarteten Kosten: Fast 60 Prozent rechnen mit Investitionen von 10.000 bis 50.000 Euro.


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