Deutsche geben das meiste Geld fürs Wohnen aus

9. Dezember 2010 | von

Deutsche Haushalte geben einen Großteil ihres Geldes für das Wohnen aus – durchschnittlich 731 Euro monatlich. Das hat das Statistische Bundesamt im Rahmen der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) ermittelt. Bei Möbeln und Haushaltsgeräten haben sich die Deutschen 2008 mit monatlichen Ausgaben von 113 Euro deutlich knausriger gezeigt als noch bei der vorherigen Untersuchung im Jahr 2003.

Wohnen in Deutschland wird immer teurer: Zahlten die Bundesbürger im Jahr 1998 noch durchschnittlich 657 Euro für Wohnen, Energie, Wohnungsinstandhaltung, waren es 2003 bereits 697 Euro und vor zwei Jahren schließlich 731 Euro – eine Verteuerung von knapp 11 Prozent. Das geht aus der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) des Statistischen Bundesamts (Destatis) hervor. Circa 60.000 Haushalte haben dafür im Jahr 2008 drei Monate lang ein detailliertes Haushaltsbuch geführt und sämtliche Ausgaben und Einnahmen genauestens protokolliert.

Dass die Mehrausgaben für Wohnung und Energie so vergleichsweise hoch ausfallen, ist auf konstant steigende Mieten sowie die in den letzten Jahren geradezu explodierenden Strom –und Heizkosten zurückzuführen. Gleichzeitig haben die Haushalte bei Mietsteigerungen nur die Wahl, die höheren Kosten zu akzeptieren oder umzuziehen. Einfach weniger Ausgeben wie in anderen Konsumbereichen funktioniert nicht – die Kündigung vom Vermieter würde ziemlich schnell ins Haus flattern. Auch bei Energie und Wärme sind die Handlungsspielräume eng. Einsparen lässt sich hier nur durch sparsameren Umgang und den Wechsel zu einem günstigeren Anbieter.

Wohnung verschlingt Großteil des Einkommens – Möbel müssen länger halten

Die Wohnausgaben sind gleichzeitig der größte Batzen bei den privaten Ausgaben. Circa 34 Prozent der 2.245 Euro, die deutsche Haushalte im Jahr 2008 im Schnitt Monat für Monat ausgegeben haben, entfallen auf diesen Bereich. Das sind zwei Prozentpunkte mehr als in den vorhergegangenen Untersuchungen in den Jahren 1998 und 2005.

Was die Haushalte mehr für Miete und Energie ausgeben, sparen sie auf der anderen Seite für die Wohnungseinrichtung und Haushaltsgeräte. Wurden 1998 noch 145 Euro für Schränke und Mixer ausgegeben, waren es 2008 nach dem Motto „Der Staubsauger ist noch gut, der hält noch ein paar Jahre“ nur noch 113 Euro – ein Minus von 22 Prozent. Die Enthaltsamkeit bei Haushaltseinrichtung- und Geräten ist allerdings nicht exemplarisch für eine komplette Konsumverweigerung. Zwischen 1998 und 2008 stiegen die gesamten monatlichen Konsumausgaben von 2.061 Euro auf 2.245 Euro.

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