Studie: Immobiliensuchende sind anspruchsvoll

9. Dezember 2010 | von

Immobilieninteressenten in Deutschland achten bei den Ausstattungsmerkmalen der Wohnung zunehmend auf Energieeffizienz. Doch auch die klassischen Kriterien wie Balkon oder Terrasse sind weiterhin wichtig.

„Anspruchsvoll“ – auf diese Charakterisierung können sich fast alle Makler einigen, wenn sie Immobiliensuchende in Deutschland beschreiben. Laut der neuen Studie „Marktmonitor Immobilien 2010“ des Immobilienportals Immowelt.de und Prof. Dr. Stephan Kippes von der Hochschule Nürtingen-Geislingen sind die deutschen Immobiliensuchenden ausgesprochen wählerisch.

Bei einem Ranking der größte No Go´s erwiesen sich die Immobilieninteressenten hierzulande als erstaunlich energiebewusst. So sind Immobilien mit veralteter Heizung für 49 Prozent der Befragten tabu, dicht gefolgt von Immobilien ohne Balkon (37 Prozent). Etwas weniger wichtig sind Immobiliensuchenden hohen Heizkosten, die noch für 28 Prozent ein Ausschlusskriterium sind. Die Frage der Energieeffizenz gewinnt somit in den letzten beiden Jahren immer mehr an Bedeutung. Besonders bei Kaufimmobilien sind die Sparsamkeit des Gebäudes ein wichtiger Faktor.

Befragt wurden im Rahmen der Studie 752 zufällig ausgewählte Makler aus ganz Deutschland zu Fragen aus drei Teilbereichen: Energieeffizienz, Lagefaktoren und Wirtschaftslage.

Lage und Preis wichtigestes Kriterium

Die wichtigsten Auswahlkriterien für Immobilien bleiben aber weiterhin der Preis und die Lage. Hierbei ist den Kunden der Makler eine möglichst geringe Lärm- und Geruchsbelästigung wichtig.

Besonders hohe Ansprüche haben Immobiliensuchende in mittelgroßen Städten. Aufgrund des großen Angebots haben es hier die Makler beim Verkauf oder der Vermietung besonders schwer. Kompromissbereit sind hingegen ihre Kunden in den Großstädten. Bei der herrschenden Wohnungsknappheit finden sich die Meisten auch leichter mit Mängeln an der Immobilie ab. So finden zum Beispiel nur 26 Prozent der Makler in Großstädten eine Wohnung im fünften Obergeschoss als starkes Hindernis, während in mittelgroßen Städten bereits 34 Prozent der Makler Vermittlungsschwierigkeiten hätten.

Völlig problemlos läuft die Immobiliensuche hingegen in Kleinstädten ab. Die geforderten Ausstattungsgegenstände wie z.B. ein Balkon sind hier meistens enthalten.

Bei der Frage nach der Preisentwicklung waren sich die Makler uneinig. Nur 36 Prozent gingen von einem leichten Preisanstieg bei den Kaufpreisen aus. Während 29 Prozent mit gleichbleibenden Preisen rechnen und sogar 16 Prozent mit sinkenden Preisen. Ähnlich schaut es bei den Mietpreisen aus hier rechnen 40 Prozent der Makler mit einer leicht Preissteigerung, wohingegen 28 Prozent von gleichbleibenden Preisen ausgehen.


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