Energiesparlampen gelten nur als eine Übergangslösung

14. Januar 2011 | von

Einst galten Energiesparlampen der legitime Nachfolger der klassischen Glühbirne, doch der Glanz der genügsamen Lichtspender hat Kratzer bekommen. Umweltfreundlichere Techniken stehen bereits in den Startlöchern.

Energiesparlampen galten bislang als wichtigste Alternative zur Glühbirne, durch das Glühbirnenverbots der Europäische Union wurden die Marktmacht der dünnen Stäbe weiter erhöht. Auch anfängliche Probleme wie das flackernde, kalte Licht wurden mittlerweile gelöst wurden, heute werden Energiesparlampen mit einem glühbirnenähnlichem Lichtspektrum angeboten, das Problem des Flackerns wurde durch die so genannten elektronischen Vorschaltgeräte behoben. Lediglich die beispielsweise für Kronleuchter und viele Designerlampen ungeeignete Bauweise der Energiesparleuchten wurde noch als störend empfunden, nicht wenige Kunden mussten wegen dieses Problems neue Lampen kaufen.

Quecksilber als Hauptproblem

Ins Zentrum der Kritik an den Energiesparleuchten ist heute das in ihnen enthaltene Quecksilber gerückt. Seit längerem war bekannt, dass dadurch die ökologischen Vorteile deutlich relativiert werden, zumal der Anteil der unsachgemäß über den Hausmüll entsorgten Energiesparlampen auf 90 % geschätzt wird. Kürzlich wies das Bundesumweltamt darauf hin, dass in der Wohnung zu Bruch gehende Energiesparlampen ein mindestens ebenso großes Problem darstellen. Die dadurch verursachte Quecksilberkonzentration in der Raumluft überstieg in Tests den als unschädlich eingeschätzten Maximalwert um das Zwanzigfache. Insbesondere für Kleinkinder und Schwangere geht davon eine erhebliche Gesundheitsgefährdung aus.

LED Lampen stehen als Alternative bereit

Die Quecksilberproblematik führt dazu, dass Energiesparlampen heute lediglich als Übergangslösung angesehen werden. LED Lampen bieten sich als ökologisch und gesundheitlich unbedenkliche Alternative an. Auch hier stehen heute Ausführungen bereit, die das warme Licht einer Glühbirne sehr gut nachbilden. Einziger wirklicher Nachteil der LED Lampen ist gegenwärtig noch ihr vergleichsweise hoher Preis. Der allerdings wird sich vermutlich dem der Energiesparlampen weitgehend angleichen, wenn LED Lampen in entsprechend hoher Stückzahl gefertigt werden. Damit wird vermutlich die Energiesparlampe als Nachfolger der Glühbirne bereits abgelöst werden, bevor sie wirklich große Verbreitung gefunden hat.


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2 Kommentare zu Energiesparlampen gelten nur als eine Übergangslösung

  1. Nicole_Mehr sagt:

    Eine weitere Entwicklung, die derzeit in den Startlöchern steht, ist die organische Leuchtdiode, kurz OLED. Zahlreiche Energieunternehmen und Forschungsinstitute wie das Fraunhofer-Institut arbeiten derzeit verstärkt daran, diese Technologie gesellschaftsfähig zu machen. Eine OLED ist ein Bauelement aus einer besonders dünnen, organischen Schicht, die in Verbindung mit Spannung Licht erzeugt. Oder einfacher gesagt: OLEDs funktionieren mit einem Kunststoff, der unter Strom leuchtet.

    http://blog.123energie.de/oled-die-gluhbirne-der-zukunft/

  2. Bruno sagt:

    Bravo

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