Heizkosten: hohe Nachzahlungen sind zu erwarten

1. Februar 2011 | von

Wer in den kalten Wintermonaten seine eigenen vier Wände stets gut beheizt hat, muss bei der nächsten Nebenkostenabrechnung mit hohen Nachzahlungen rechnen, warnte Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) die Verbraucher. Die Heizölpreise waren allein im Dezember 30 Prozent teurer als noch im Jahr zuvor.

Wenn die wochenlange Frostperiode im Dezember und das Blitzeis im Januar bereits Geschichte sind, könnte sich der aktuelle Winter per Nebenkostenabrechnung nochmals unangenehm ins Gedächtnis rufen – dann wird sich für viele Mieter und Hauseigentümer erst noch zeigen, wie hart der diesjährige Winter tatsächlich war.

Bundeswirtschaftsminister Brüderle (FDP) zufolge seien hohe Nachzahlungen insbesondere bei Heiz- und Energiekosten zu erwarten. Der Minister betonte in diesem Zusammenhang besonders den hohen Anstieg der allgemeinen Brennstoffkosten. Allein für leichtes Heizöl sind die Preise im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent gestiegen, eine Einschränkung des allgemeinen Energieverbrauchs sei auf lange Sicht daher unbedingt notwendig. Durch die Sanierung alter Gebäude sowie durch energieeffizientere Bauweisen oder moderne Heiztechnik könnte beispielsweise ein Großteil der Energie eingespart werden.

Der Minister wies zudem auf neue Kooperationen mit Gasversorgern hin, was eine langfristige Energieversorgung sichern soll, so berichtet Focus Online. Zwar gäbe es bereits Gasversorger aus dem Ausland, um die Lieferantenbasis zu erweitern, es sei aber notwendig, neue Kooperationen mit Gaslieferanten zu gewinnen. Geplant ist unter anderem eine künftige Zusammenarbeit mit Staaten aus dem kaspischen Raum wie Aserbaidschan, Kasachstan oder Turkmenistan. Deren Wirtschaft müsste zunächst jedoch weiter in Schwung gebracht und modernisiert werden, was sich für deutsche Unternehmen aber durchaus positiv auswirken würde.


Artikel bewerten und teilen:
VN:F [1.9.19_1165]
0
Dieser Beitrag wurde unter Energie abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.