Berliner Wohnungsgesellschaft GSW wagt Börsengang

3. Februar 2011 | von

Nach dem kurzfristig abgesagten Börsengang im Mai vergangenen Jahres könnte die Berliner Wohnungsgesellschaft GSW in den nächsten Monaten einen erneuten Anlauf auf die Aktienmärkte wagen. Zuletzt hatten die schlechte Marktlage und eine unsichere Zinsentwicklung die Ausgabe der GSW-Aktien verhindert.

Die „unbestimmte Zeit“ könnte in wenigen Monaten vorbei sein. Einem Bericht der Berliner Morgenpost zufolge könnte die ehemals städtische Wohnungsgesellschaft GSW im zweiten Quartal des Jahres den Sprung an die Börse wagen. Dies sei von informierten Personen berichtet worden, so das Blatt. Demnach würden die derzeitigen Eigentümer Whitehall und das Investmentunternehmen Cerberus circa 50 Prozent der Unternehmensanteile emittieren und damit knapp 500 Millionen Euro erlösen.

Der ursprüglich im Mai 2010 geplante Börsengang scheiterte im ersten Versuch an der unsicheren Lage an den Kapitalmärkten durch die Schuldenkrise Griechenlands sowie einer bevorstehenden Umschuldung des Unternehmens in Höhe von knapp 890 Millionen Euro. Zumindest dieser Stolperstein sei nun dank einer Einigung der GSW mit den Gläubigerbanken aus dem Weg geräumt. Die Banken genehmigten die Refinanzierung des Kredites durch neue Kredite in Höhe von 875 Millionen Euro.

Eine Übernahme der GSW durch das in Frankfurt am Main ansässige Wohnungsunternehmen Deutsche Wohnen scheint damit vom Tisch. Der bereits am Aktienmarkt notierte Konkurrent hatte zuletzt Interesse an einer Übernahme gezeigt, die Gespräche scheiterten jedoch an unterschiedlichen Preisvorstellungen.
Die Berliner GSW ist eine der größten Wohnungsgesellschaften Berlins mit einem Bestand von 49.700 Wohnungen mit 3,1 Millionen Quadratmetern Wohnfläche. Auch als Verwalter ist die GSW aktiv. Für Dritte verwaltet sie mit einer Tochtergesellschaft knapp 17.000 weitere Wohnungen.


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