Frostbruch statt Schneeglöckchen: böse Überraschungen bei Frühlingsbeginn nach hartem Winter

7. Februar 2011 | von

Endlich weicht die Eiseskälte – doch der nahende Frühling kann die eine oder andere böse Überraschung bergen: Folgeschäden durch Frostbruch drohen so manchem Hausbesitzer, wenn er an seiner Immobilie nicht vorgesorgt hat. Und das kann teuer werden!

Wenn der Frost nachlässt, offenbaren sich manchem Immobilienbesitzer unschöne Resultate der Minusgrade: Defekte Wasser- oder Heizungsleitungen, Rohrbrüche, ramponierte Wärmepumpen – die Liste der möglichen Frostschäden ist lang. Gut, wenn man in diesem Fall ausreichend versichert ist, denn eine Sanierung der Schäden ist nicht billig.

Wenn Leitungsschäden durch die Police abgedeckt sind, greift zunächst die Wohngebäudeversicherung, die in der Regel sogar die Folgeschäden einbezieht. Dies gilt allerdings nur, wenn dem Hausbesitzer nicht Fahrlässigkeit nachgewiesen werden kann. Jeder Immobilieneigentümer ist also gut beraten, wenn er vor Winterbeginn vorsorglich den Hauptwasserhahn abdreht, damit kein darin stehendes Wasser gefrieren kann.

Auch leer stehende Räume sollten aus diesem Grund ausreichend beheizt sein und diese Regeln ebenso für unbewohnte Ferienhäuser beachtet werden, damit im Zweifelfall die Versicherung für entstandene Schäden mit aufkommt. Die Police umfasst meist nicht nur direkte Schäden, die durch die Wasserleitung am Haus entstanden sind, sondern auch Schäden durch defekte Zuleitungsrohre. Ableitungsrohre bedürfen jedoch einer eigenen Versicherung. Eine zusätzliche Hausratsversicherung springt bei Schädigung durch Frost am Mobiliar, aber auch an Toiletten oder Heizungsanlagen ein.

Wird ein Defekt entdeckt, ist es Aufgabe des Eigentümers, den folgenden Schaden so gering wie möglich zu halten, beispielsweise sofort den Haupthahn zuzudrehen. Als Nächstes sollte umgehend die Versicherung kontaktiert werden. Es kann damit gerechnet werden, dass die Versicherung einen Gutachter schickt, um eine Einschätzung vornehmen zu lassen und die Fahrlässigkeit des Versicherten auszuschließen. Da Schäden durch Wasserleitungen die häufigsten Gründe sind, auf die Police zurückzukommen, und sich oft als äußerst kostenintensiv entpuppen, sichern sich die Versicherungen gründlich ab, bevor sie zahlen.


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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