Deutsche fürchten Elektrosmog – ein bisschen

16. Februar 2011 | von

Gefahr durch Elektrosmog? Vielen Deutschen sind funkende Geräte zwar nicht ganz geheuer, auf W-Lan und Mobiltelefon möchte dennoch kaum jemand verzichten. Eine große Mehrheit hat allerdings keine Bedenken, wie eine repräsentative Umfrage des Immobilienportals immowelt.de ergab.

Die Auswirkungen elektromagnetischer Wellen auf die Gesundheit sind in der Wissenschaft durchaus umstritten. Ob die Strahlung von Mobiltelefonen, Telefonmasten oder kabellosen Netzwerken tatsächlich zu Unwohlsein oder Krankheiten führt, wurde bisher nicht abschließend geklärt.

Auch in der Bevölkerung ist die Skepsis gegenüber Elektrosmog verbreitet. Einer repräsentativen Umfrage des Immobilienportals Immowelt zufolge sind 33 Prozent der Deutschen von der sie umgebenden Strahlung beunruhigt. Allerdings ist nur ein verschwindend kleiner Teil von 2% bereit, soweit möglich auf strahlende Geräte zu verzichten. 31 Prozent fiele der Verzicht auf die elektrischen Helferlein schwer, auch wenn Bedenken bestehen.

Frauen und Akademiker skeptisch

Unter den Befragten zeigten besonders Frauen (36 Prozent) größere Bedenken wegen des Elektrosmogs. Dagegen fürchten laut Umfrage nur rund 26 Prozent der männlichen Befragten die Auswirkungen des Elektrosmogs. Auch beim Bildungsstand ließen sich Unterschiede feststellen: so haben 36 Prozent der Befragten mit Hochschulabschluss deutlich größere Bedenken als Deutsche ohne abgeschlossene Berufsausbildung oder akademischen Grad. Dennoch wäre der Alltag auch für Hochschulabsolventen ohne Handy, Laptop und Co. nur schwer vorstellbar.

Wie die repräsentative Studie des Immobilienportals immowelt.de aber zeigte, hält die Mehrheit (53 Prozent) der Befragten Elektrosmog jedoch für unbedenklich, solange die schädlichen Auswirkungen nicht eindeutig bewiesen seien. 15% halten funkende Geräte für gänzlich ungefährlich und vertrauen auf Hersteller und gesetzliche Grenzwerte.


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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