Der Umwelt zuliebe: Staat unterstützt energetische Sanierungsmaßnahmen

22. Februar 2011 | von

Klimapolitische Ziele der Bundesrepublik zwingen Immobilienbesitzer alter Häuser zum Handeln: Gebäude, die über 30 Jahre alt sind, zeigen Sanierungsbedarf. Doch zum Glück gibt´s Hilfe vom Staat.

Das Klimapaket, das das Europaparlament im Dezember 2008 verabschiedet hat, sieht vor, bis 2020 die schädlichen Treibhausgase europaweit um mindestens ein Fünftel gegenüber 1990 zu reduzieren. Die Energieeffizienz soll weiterhin um 20% verbessert, der Anteil regenerativer Energien um denselben Wert gesteigert werden. Deutschland hat darüber hinaus beschlossen, im selben Zeitraum die Treibhausgasemission um sogar 40% zu senken. Das betrifft vor allem Heizen und Wärmedämmung, denn annähernd die Hälfte des deutschen Energieverbrauchs und ein Drittel des klimaschädlichen Kohlendioxids entsteht beim Beheizen von Wohngebäuden.

Eine Sanierung und damit Senkung der Energiekosten wäre nicht nur für die Umwelt, sondern langfristig auch für den Geldbeutel des Besitzers von Vorteil. Allerdings verschlingt das Vorhaben kurzfristig eine Menge Geld: Schätzungen ergeben, dass die Rundum-Sanierung von freistehenden Einfamilienhäusern bis zu 100.00 Euro kostet. Das Institut für Wirtschaft (IW) und die KfW-Bankengruppe sprechen von einem Schnitt von 46.000 Euro für energetische Sanierungsmaßnahmen. Doch auch diesen Betrag muss ein Eigenheimbesitzer erstmal stemmen können! Bis sich die Kosten rentieren, können darüber hinaus bis zu 18 Jahre vergehen.

Doch es gibt Hilfe vom Staat: Bund, Länder und teilweise Kommunen sind zur Begünstigung gerade energetischer Sanierungen bereit. Die staatseigene KfW-Bank bietet vielfältige Förderprogramme, von zinsverbilligten Darlehen bis zu einmaligen Zuschüssen. „Dabei gilt der Grundsatz: je besser die Energieeinsparung, desto attraktiver die Förderung“, erklärt Sprecherin Eske Ennen die Förder-Philosophie gegenüber ZDF WISO. Wer das Programm Energieeffizient sanieren wählt, kann auf Förderung mit maximal 75.000 Euro pro Wohneinheit rechnen. Ein Zuschuss zu einem Kredit kann maximal 13.125 Euro betragen.

Ab März diesen Jahres werden auch einzelne Verbesserungen wie der Austausch der Fenster oder Heizanlage mit günstigen Krediten belohnt: Maximal 50.000 Euro pro Wohneinheit oder einen Investitionskostenzuschuss von maximal 2500 Euro winken hier. In diesem Fall lohnt es sich zudem, sich beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) um Fördermittel für erneuerbare Energien, etwa für technischen Erneuerungen oder Erweiterungen bei der Heizungsanlage, Solar und Wärmepumpen, zu erkundigen.


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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