Green Buildings können bei Wirtschaftlichkeit und Image punkten

28. Februar 2011 | von

Aktuelle Studie: „Green Building“ kann bei Wirtschaftlichkeit und Image punkten
Green Buildings sind in Deutschland längst mehr als nur ein Trend. Neben der Umweltverträglichkeit sprechen noch andere Faktoren für die ökologisch korrekten Bauten, wie eine Studie von Finance-Research im Auftrag der Hypovereinsbank ergab.

„Green Buildings“ stehen für die effiziente Nutzung von Energie, Wasser und anderen Ressourcen, Schutz der Gesundheit der Gebäudenutzer und die Reduzierung von Abfall und Umweltverschmutzung im Vordergrund. Aber wie sieht es mit dem ökonomischen Nutzen abseits von Umweltverträglichkeit und Energiespareffizienz aus? Dieser Frage ging die von der HypoVereinsbank beauftragte Finance Research mit einer Studie über „Green Building“ in Deutschland nach.

Dabei standen die Themen Bewertung, Finanzierung und Zukunftstrends zur Debatte. Finance Research befragte dazu Investoren, Projektentwickler, Zertifizierer und Banken. Die Auswertung liefert nun erstens einen Überblick über die aktuelle Entwicklung des Green Building in Deutschland, zweitens erlaubt sie Rückschlüsse auf Kosten und finanzielle Vorteile. Maria-Teresa Dreo, Leiterin Real Estate Germany der HypoVereinsbank, betont: „Wir als HypoVereinsbank sehen uns als verlässlicher und innovativer Partner nachhaltigen Bauens. Für uns ist Green Building kein Trend mehr, sondern ein zunehmend wichtiger Bestandteil unseres Geschäftsmodells.“

Wirtschaftlichkeit und Image sprechen für Green Building

Das Ergebnis wirft ein erfreuliches Licht auf grünes Bauen. „Green Building lohnt sich doppelt. Wie hoch die Renditen auf das zusätzlich eingesetzte Kapital sind, lässt sich derzeit noch kaum seriös kalkulieren, aber die Rendite ist positiv“, so Bastian Frien von Finance-Research. Wesentlich höher schätzt er aber den sozialen Faktor im Segment Corporate Real Estate ein. Grüne Immobilien lassen sich aufgrund ihrer vorbildlichen Reputation gut vermarkten. „Nachhaltigkeit dürfte zukünftig zu einem bedeutenden Imagefaktor und einer Voraussetzung für Geschäftsbeziehungen werden“, so Frien weiter. Dass sich Green Building auf lange Sicht durch seine Energieeffizienz auch noch finanziell auszahlt, ist nur ein weiteres i-Tüpfelchen.

Die Nachfrage bestimmt die Entwicklung, die Banken müssen nachziehen

Die aktuelle Studie gibt noch über weitere Aspekte Auskunft. Zum Beispiel lies sich erkennen, dass der Markt die Entwicklung voranbringt. Die Politik kann zwar durch Richtlinien und Vorschriften den Trend unterstützen und lenken, wichtigste Kraft bleibt aber die Nachfrage. Insbesondere große Unternehmen setzen immer mehr auf grüne Immobilien, zum einen aus wirtschaftlichen Abwägungen, aber auch aus Imagegründen.

Andererseits vermissen Investoren und Bauherren bei Banken einen Automatismus, der sichere Planbarkeit garantieren würde. Hier wird in puncto Förderung der Nachhaltigkeit immer noch einzelfallbezogen entschieden. Außerdem lassen sich noch keine verlässlichen Zahlen für eine statistisch sinnvolle Aussage zu Bewertung, Auslastung und Wirtschaftlichkeit aufweisen, da die Entwicklung noch zu jung und daher die Grundgesamtheit grüner Immobilien in Deutschland noch zu gering ist. Mehrmiete, höhere Verkaufserlöse und bessere Auslastung lassen sich als ersten Trend zwar prophezeien, Beweise fehlen aber noch.

Quintessenz der Studie ist laut Bastian Frien aus sich der Immobilienbranche trotzdem: „Für die Anbieter von Immobilien heißt das, dass ‚Green‘ schlicht Pflicht wird.“


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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