Baufinanzierung wird wieder teurer

9. März 2011 | von

Angehende Hausbauer sollten so langsam in die Gänge kommen, wenn sie ihr Eigenheim noch günstig finanzieren wollen. Seit einiger Zeit steigen die Hypothekenzinsen kontinuierlich – und bei den Summen, die ein Hausbau kostet, machen bereits kleine Zinsunterschiede am Ende große Beträge aus.

Im vergangenen Herbst wurden auf Baufinanzierung spezialisierte Banken und Anbieter nicht müde, unablässig über die günstigsten Bedingungen für eine Immobilienfinanzierung überhaupt zu berichten. Und tatsächlich war die Finanzierung eines Hausbaus oder Hauskaufs durch niedrige Hypothekenzinsen und günstige Kaufpreise so preiswert wie lange nicht.

Dank des „deutschem Wirtschaftswunders“ und einer optimistischer in die Zukunft blickenden Bevölkerung hat sich die Ausgangssituation in den vergangenen Monaten allerdings etwas geändert. Sollten sich Baufinanzierer vor kurzem noch beeilen, weil die Zinsen immer neue Tiefststände erreichten, ist nun Eile geboten, weil sich das Zinsniveau langsam, aber stetig wieder nach oben orientiert. So haben sich die Konditionen des für Bausparer interessanten Effektivzinses für Bauspardarlehen mit 10 Jahren Laufzeit vom „historischen“ Tiefststand mit 3,59 Prozent auf inzwischen 4,1 Prozent erhöht.

Bereits geringes Zinsplus kostet am Ende tausende Euro

Ein Zinsplus um 0,5 Prozentpunkte sieht zwar auf den ersten Blick recht kümmerlich aus, bei den für eine Baufinanzierung aufgerufenen Summen ergeben sich aber bereits durch kleine Veränderungen am Zinssatz nicht zu vernachlässigende Unterschiede bei der Endsumme.

Bei einem Kredit über beispielsweise 100.000 Euro mit einem Zinsatz von 3,5 Prozent und einer Tilgung von einem Prozent mit zehnjähriger Laufzeit fallen bei einer konstanten monatlichen Rate von 375 Euro am Ende 33.000 Euro Zinsen an. Einer Berechnung der LBS zufolge steigt die Rate bei einem um 1,5 Prozentpunkte höheren Zinsatz auf 500 Euro monatlich, am Ende müssen gar 47.000 Zinsen gezahlt werden – bei einer etwas geringeren Restschuld. Die zusätzlichen knapp 14.000 Euro an zusätzlichen Zinsen haben aber sicher nur wenige Bauherren in der Portokasse.
Dr. Uwe Krink von der LBS empfiehlt Bauherren daher, das derzeit noch vergleichsweise niedrige Zinsniveau für eine höhere Tilgungsrate zu nutzen. Dadurch falle die Restschuld am Ende der Zinsbindung geringer aus, so der Experte.


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