Wohnraumförderung: Wohnungsverband fordert weiteres staatliches Engagement

11. März 2011 | von

Wohnraum wird in etlichen Metropolen und Ballungsräumen knapp und teuer. Es droht die Verdrängung sozial schwächerer Einwohner in die Randlagen der Städte – mit negativen Folgen. Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen fordert daher den Bund auf, sich weiterhin in der Wohnbauförderung zu engagieren.

GdW Verbandspräsident Axel Gedaschko fordert anlässlich der gestern in Berlin stattgefundenen Konferenz der Ministerpräsidenten in Berlin eine Fortsetzung des staatlichen Engagements bei der sozialen Wohnraumförderung im Rahmen des Entflechtungsgesetzes.

Besonders in Ballungsregionen und wirtschaftlich starken Metropolen verknappt sich günstiger Wohnraum zusehends, sozial schwächeren Menschen droht die Verdrängung. Die Förderung von günstigem Wohnraum sei in diesen Regionen daher unverzichtbar, mahnte Gedaschko. Andernfalls drohen in den betroffenen Quartieren soziale Probleme, die in einer sozialen Segregation münden können.

Der mit dem demografischen Wandel einhergehende strukturelle, regional aber unterschiedlich ausfallende Wandel der Wohnungsmärkte und die Dringlichkeit einer energetischen Sanierung des Gebäudebestandes macht ein weiteres Engagement des Bundes in der Förderpolitk unumgänglich, so der Verbandspräsident weiter. Auch die Herausforderung des Umbaus bestehender Wohnungen auf zeitgemäße Ansprüche junger Familien oder altersgerechte Barrierefreiheit sei ein drängendes Problem.

Ausgleichszahlungen des Bundes an die Länder stehen auf dem Prüfstand

Wenn der Bund die Notwendigkeit der Transferleistungen an die Länder im Jahr 2013 auf den Prüfstand stellt, könnte die soziale Wohnräumförderung der Länder auf der Kippe stehen. Derzeit zahlt der Bund jährlich Kompensationsleistungen in Höhe von knapp 518 Millionen Euro an die Länder, die im Rahmen der Förderalismusreform seit 1. Januar 2008 die Gesetzgebungskompetenz bei der sozialen Wohnraumförderung übertragen wurde.

„Aus Sicht des GdW ist es dringend geboten, dass sich der Bund auch nach 2013 weiter in gleichem Umfang an der sozialen Wohnraumförderung beteiligt“, fordert daher der GdW Präsident. Zwar erkenne der GdW an, daß die Aufstockung der Mittel wegen der Schuldenbremse nicht möglich ist, umso wichtiger sei es daher aber, „die Beteiligung des Bundes auf dem aktuellen Niveau von 518 Mio. Euro jährlich fortzusetzen“.


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