Betriebskosten für Mieter steigen stark an

6. April 2011 | von

Wie aus dem nun veröffentlichten Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbunds (DMB), bekannt wurde, zahlen Mieter zum Teil mehr als 3 Euro Betriebskosten pro Quadratmeter. Ein Ende der prekären Lage scheint bisher noch nicht in Aussicht. Dieses Problem stellt deutsche Mieter vor die Frage: Umziehen und sparen oder weiter ins Portemonnaie greifen und kräftig zuzahlen?

Die Betriebskosten deutscher Mieter steigen in aussichtslose Höhen. Mieter zahlen im Durchschnitt 2,19 Euro pro Quadratmeter im Monat. Addiert man zu der sogenannten zweiten Miete aber noch weitere Kosten wie Heizung, Wasser, Strom zusammen, so beläuft sich der Endpreis der Betriebskosten laut Betriebskostenanalyse 2009 auf 2,94 Euro pro Quadratmeter. Im Vergleich zum Jahr 2008 ist hier ein deutlicher Anstieg von 1,4 Prozent zu verzeichnen.

Nach Meinung des Mietbundes ist kein Ende des Aufwärtstrends in Sicht. Für das Jahr 2010 stellt der DMB fest, dass aufgrund der drastisch kälteren Winter mit vielfach höheren Heizkosten gerechnet werden muss. Hinzu kommen wachsende Ölpreise, die 2010 auf 22,6 Prozent gestiegen sind. Auch die kalten Kosten steigen weiterhin an, so ist der Preis für Wasser um 1,6 Prozent, Abwasser um 2,7 Prozent und Strom um 3,2 Prozent gewachsen.

Wer sparen möchte, muss umziehen und das am besten in die östlichen statt westlichen Bundesländer, denn hier sind die Betriebskosten im Durchschnitt um 2,5 Prozent niedriger. Die Preisunterschiede liegen demnach eindeutig bei der Grundsteuer und Müllabfuhr. Vergleicht man die Summer aller Betriebskostenarten, wird deutlich, dass die maximale zweite Miete im Westen 3,01 Euro und damit 16 Prozent mehr als die 2,59 Euro im Osten beträgt.


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