BBU begrüßt Energiekonzept 2020

7. April 2011 | von

Der Berliner Senat stellte am Mittwoch sein Energiekonzept 2020 zur Reduzierung des CO2 Ausstoßes der Öffentlichkeit vor. Das vorgeschlagene Konzept stößt auf positive Resonanz beim Verband Berlin -Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU). Doch kritische Stimmen aus den eigenen Reihen des BBU´s prangern die überproportional hohen Kosten für Privathaushalte an.

Der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen begrüßt das vom Berliner Senat beschlossene Energiekonzept zur Reduzierung des CO2-Ausstosses bis zum Jahr 2020 in seinen Grundzügen. Er kritisiert jedoch die überproportional hohen Kosten für Privathaushalte.

BBU – Vorstandsmitglied Maren Kern begrüßt das vom Senat entwickelte Energiekonzept 2020 und möchte die zahlreichen kooperativen Ansätze des Programms in Zusammenarbeit mit der BBU unterstützen. „Das Konzept setzt die richtigen Schwerpunkte. Damit ist es eine gute Grundlage für eine nachhaltige Berliner Klimaschutzpolitik“, äußert sich Kern und unterstrich zugleich, dass ein bezahlbarer Energie- und Klimaschutz nur in Zusammenarbeit mit Praktikern möglich wäre.

Der BBU befürchtet, dass es ohne diese politischen Vorgaben schnell zu einer finanziellen Überlastung von Mietern und Gebäudeeigentümern kommen könnte. Es sei wichtig, das Gespräch zu suchen und sich im „Forum energieeffizientes Bauen und Wohnen“ auszutauschen.

Kern griff auch gleich eine vom Konzept vorgeschlagene Maßnahme auf: „So bald wie möglich möchte der BBU mit dem Senat die Verhandlungen zu weiteren Klimaschutzabkommen fortsetzen.“ Der BBU sei zu einer konstruktiven Zusammenarbeit bereit. „Wir könnten unser Erfahrungswissen in Form des BBU – Klimaschutzmodells dann in eine erfolgreiche Berliner Energie- und Klimaschutzpolitik einbringen“, so Kern weiter.

Der BBU befürchtet aber, dass auf die Hauptstadt erhebliche Belastungen durch das Energiekonzept 2020 hinzukommen werden, wenn diese ihre Ziele bis dato erreichen möchte. In spätestens neun Jahren sollen 7000 Wohnhäuser wärmedämmend saniert werden, das sind dreimal so viele als in der Vergangenheit.

Zudem prangert der BBU an, dass Privathaushalte 54 Prozent der CO2-Einsparungsziele erbringen sollten, obwohl ihr Anteil an den Berliner Gesamtemissionen nur 34 Prozent liegt. Berlin müsse laut BBU klare Strategien zum Einsatz erneuerbarer Energien entwickeln: „Diese Strategie muss auf dem Boden sorgfältiger Potenzialanalysen Antworten darauf geben, wie der Einsatz erneuerbarer Energien den hohen Anteil von umweltfreundlicher Fernwärme sinnvoll ergänzen kann“, ergänzt Kern.

In dem Konzept heißt es: ,,Trotz hoher Priorität für den Klimaschutz muss die Sozialverträglichkeit besonders berücksichtigt werden“, doch der BBU sieht ein Dilemma, da Hauseigentümer wenig Interesse an der Kostenübernahme der Wärmedämmung haben, und die Kosten der Sanierung dann wieder auf den einzelnen Mieter zurückfallen würden. Der Streit scheint also vorprogrammiert zu sein…


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