Stromversorger adé: Energieautarkes Haus versorgt sich komplett selber

17. Mai 2011 | von

Die Zukunftsvisionen eines Hauses, das ganz auf regenerative Energien setzt und damit Unabhängigkeit von jeglichen Energieversorgern garantiert, haben sich nun erfüllt. Bauherren können sich nun gänzlich unabhängig von ständig steigenden Strom- und Energiepreisen machen – und zusätzlich noch die Umwelt schonen. Die Helma Eigenheimbau AG präsentierte in einem Musterhauspark das erste vollständig energieautarke Haus.

Richtungsweisend gibt sich das jüngst fertig gestellte Projekt der Helma Eigenheimbau AG, die am Firmenstandort Lehrte in Europas modernstem Musterhauspark für nachhaltiges Bauen das erste völlig energieautarke Haus zur Ansicht privaten Bauherren anbietet. Im wahrsten Sinne gilt für dieses Haus eine gänzliche Unabhängigkeit von jeglichen Energieversorgern von Strom oder Öl bis hin zu Gas. Selbst eine Tankstelle fürs Elektroauto ist vorgesehen. Damit zeigt sich das am 5. Mai vorgestellte Haus als äußerst gegenwartsorientiert. Erst gestern hat die Regierung ein Programm vorgestellt, durch das der deutsche Elektroauto-Markt angekurbelt werden soll.

Das innovative Haus setzt auf Solarenergie, durch die es mit Wärmeenergie für Warmwasser und Heizung versorgt wird und zusätzlich auch Strom liefert. Das Haus mit einer Wohnfläche von 162m² verfügt über ein ausgeklügeltes Mess-, Steuer- und Regelsystem, das den optimalen und effizientesten Energieeinsatz garantieren soll und per Internet gesteuert werden kann. Über Sensoren in jedem Raum kann die beispielsweise die Beleuchtung und auch die Heizung eingestellt werden. Karl-Heinz Maerzke erläutert die Grundidee und Zielsetzung des energieautarken Hauses sei ein ganzheitliches Konzept für ein nachhaltiges, energieautarkes Leben.

Sonnenstrahlen geben Power

Durch die kostenfreie, krisensichere und regenerative Kraft der Sonne werden mindestens 65% des Jahreswärmebedarfs gedeckt. Sonnenkollektoren decken 46m² der Dachfläche ab und sammeln die Sonnenwärme, die dann von einem Langzeit-Solarspeicher aufgenommen wird. Damit steht immer genügend Energie auch in sonnenärmeren Zeiten zur Verfügung. Der Speicher gibt die Wärme dann über eine Wandflächen- oder Fußbodenheizung, die individuell regelbar sind, ab. Der restliche Energiebedarf wird durch Stückholz über einen zusätzlichen Stückholzofen bereitgestellt.

Zusätzlich zur Solarthermie-Anlage sind auf dem Dach auch Photovoltaik-Module installiert, die für die Eigenversorgung mit Strom für den Haushaltsbedarf sorgt. Überschüssiger Strom wird für die Elektro-Mobil-Ladung verwendet. Auch für den Strom gibt es einen Speicher, der die Energie wie bei einem Akku zwischenspeichert. Auf diese Weise kann auch nach Sonnenuntergang mit dem eigenproduzierten Strom das Elektroauto geladen werden.

Energieautark – Symbiose von Natur und Technik

Besonders die energiesparende Qualität des Hauses sticht hervor, immerhin liegt der Primäreigenbedarf des Hauses mit 9 kWh je Quadratmeter um 88% niedriger als bei dem eines Neubaus und 70% unter dem eines Passivhauses. Die Unabhängigkeit von Energieversorgen wirkt sich natürlich auch positiv auf das Portemonnaie aus, Preissteigerungen sind für Helma Hausbesitzer irrelevant. Das energieautarke Haus vereint die regenerativen Energien der Natur mit dem höchsten Stand der Technik und bietet darüber hinaus auch den gewohnten Wohnkomfort, wenn nicht sogar einen noch größeren, bedenkt man, dass sogar luftreinigende Wandfarbe eingesetzt werden kann, die saubere Luft und ein optimales Raumklima unterstützt.


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