Mietschulden der GdW-Unternehmen: Tendenz deutlich fallend

2. Juni 2011 | von

Die im Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) organisierten Wohnungsunternehmen können sich freuen: Seit 2003 fallen die Mietschulden kontinuierlich. Im Vergleich zu 2003 können sie einen Rückgang der Mietschulden um satte 34,5% notieren.

Allein im Jahr 2010 sind die Mietschulden in GdW organisierten Wohnungsunternehmen bundesweit um rund 2% zurückgegangen. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies einen Rückgang im Jahr2010 von 506 Millionen Euro (2009) auf 496 Millionen Euro. Diese sinkenden Tendenzen der Höhe der Mietschulden ist eine stetige Entwicklung seit 2003. Betrugen die Mietschulden damals noch 757 Millionen Euro, so ist im Vergleich zu heute ein Rückgang um 34,5% oder 261 Millionen Euro zu registrieren. Diese Daten beruhen auf der aktuellen Jahresstatistik des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen.

Im Verhältnis zu den Gesamtmieteinnahmen machen die Mietschulden der GdW-Unternehmen übrigens einen Anteil von 2,6% der bundesweiten Jahressollmiete aus. Im Vergleich Ost/West ist dabei ein höherer Anteil der Mietschulden in den neuen Ländern zu erfassen. Hier betragen die Mietschulden 3,6% der gesamten Nettokaltmiet-Einnahmen der Wohnungsunternehmen. Dies bedeutet für das Jahr 2010 eine Summe von 281 Millionen Euro. In den alten Ländern sind es dagegen nur 1,9% bzw. 215 Millionen Euro.

Der Präsident des GdW, Axel Gedaschko, erläuterte, die positive Entwicklung sei zum einen nicht durch die Finanzkrise unterbrochen worden und zum anderen durch „eigene Professionalisierung des Vermietungs- und Mietschuldenmanagements sowie eigene Beratungs- und Betreuungsangebote an säumige Zahler von den Wohnungsunternehmen erreicht“ worden. Ziel der GdW Bemühungen sei es, dass längerfristige Mietrückstände gar nicht erst entstehen, weswegen eine Zusammenarbeit mit öffentlichen Schuldnerberatungsstellen sowie sozialen Einrichtungen ebenfalls zum Programm gehört.

Neuverhandlung der Auskunftsmöglichkeiten über Mietbewerber

Damit die Mietschulden, die durch den Wirtschaftaufschwung weiterhin eine fallende Tendenz erhoffen lässt, auch zukünftig vermieden werden können, müssten Wohnungsunternehmen Mietbewerber im Vorfeld auf Zahlungswilligkeit und überprüfen sowie Bonitätsauskünfte einholen können. Bislang hatte diese Regelung unhinterfragte Gültigkeit, doch im Rahmen der Mietrechtsreform soll genau dieser Punkt auf der Tagesordnung stehen. Das Recht zur Bonitätsauskunft über Mietbewerber ist durch den Beschluss der obersten Aufsichtsbehörde für Datenschutz bereits seit 2009 in der Diskussion. Der Beschluss sieht die Einschränkung der Auskunftsmöglichkeiten ohne Rücksichtnahme auf deren Notwendigkeit in der Alltagspraxis, wovon die GdW mehr als ein Beispiel bereithalten könnte, vor.


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