Immobilienmarkt: Wunsch nach mehr Transparenz zwischen Einheimischen und Migranten

8. Juni 2011 | von

Die Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin Maria Böhmer (CDU) fordert mehr Chancengleichheit für Migranten auf dem Wohnungsmarkt. Mit ihrem Appell auf dem Kongress des Bundesverbands deutscher Wohnungs-und Immobilienunternehmen in Berlin richtet sie sich entschlossen an die Immobilienwirtschaft und setzt sich für die Rechte der Zuwanderer ein.

Es ist nicht leicht für Migranten, in Deutschland ein bezahlbares und schönes Zuhause zu finden. Stoßen sie doch oftmals auf Diskriminierung, Intoleranz und Ablehnung – die soziale Integration scheint auch auf dem deutschen Immobilienmarkt noch nicht ganz angekommen zu sein. Staatsministerin Maria Böhmer (CDU) ist sich dieser Problematik bewusst und stellte auf dem diesjährigen Berliner Kongress des Bundesverbands deutscher Wohnungs-und Immobilienunternehmen fest, dass die circa 16. Millionen Migranten in Deutschland in puncto attraktive Wohnmöglichkeiten benachteiligt werden.

Dieser ungleiche Zustand dürfe nach Meinung der Staatsministerin nicht toleriert und akzeptiert werden. Sie fordert eine deutlichere Chancengleichheit für die Zuwanderer und setzt sich für mehr Transparenz zwischen den Deutschen und den Migranten ein, denn noch immer zahlen Zuwanderer eine höhere Miete im Vergleich zu ihren einheimischen Nachbarn und beziehen vergleichsweise sogar geringere Wohnfläche dafür.

Die Wohnungswirtschaft als ein Hauptakteur in der Integrationspolitik

Bei der Eigentümerquote hingegen ist ein positiver Trend zu verzeichnen: „Laut Indikatorenbericht, den ich 2009 veröffentlicht habe, steigt der Anteil der Migranten, die eine Wohnung oder ein Haus besitzen“, sagte Böhmer. Dieser Trend soll nun als eine Art Ansporn verstanden und von der Immobilienwirtschaft und -Politik aufgegriffen werden.

„Für die Wohnungsunternehmen wird die steigende Zahl der mittlerweile 16 Millionen Migranten in Deutschland als Zielgruppe immer wichtiger“, äußerte sich Böhmer auf dem Kongress. So sollen Wohnungsunternehmen offener für Migranten und deren Familien werden und sie gezielt ansprechen. Die Staatsministerin spricht sogar von einer kulturellen Sensibilisierung der Immobilienunternehmen und deren Mitarbeiter und wünscht sich, dass mehr Migranten eine Anstellung in der Wohnungswirtschaft finden. „Viele Wohnungsunternehmen engagieren sich bereits seit langem für ein gutes Miteinander in unserem Land. Ich bin zuversichtlich, dass die Wohnungswirtschaft auch in Zukunft ihrer Verantwortung für die Integration gerecht wird“, so Böhmer.


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