Den Langfingern auf der Spur

10. Juni 2011 | von

Im Jahr 2010 sind die registrierten Straftaten auf circa 6 Millionen zurückgegangen, die Zahl der Wohnungseinbrüche ist im letzten Jahr hingegen dramatisch gestiegen. Am häufigsten wird in Sachsen eingebrochen.

„My home is my castle“ – Das eigene Zuhause ist für die meisten Menschen ein Ort des Rückzugs und der Ruhe. Hier können sie ihrem hektischen Alltag entfliehen und sich sicher und geborgen fühlen. Zumindest sollte es so sein – dieses Gefühl ändert sich jedoch schlagartig, wenn in dem so geliebten Zuhause eingebrochen wurde. Dahin scheint die Sicherheit – das Angstgefühl wächst. „Abgesehen von dem eingetretenen Vermögensschaden berühren Wohnungseinbrüche das Sicherheitsgefühl der Bürger in besonderer Weise, denn es handelt sich immer auch um einen empfindlichen Einbruch in die Privatsphäre“, sagte Brandenburgs Innenminister Dietmar Woidke (SPD) gegenüber „Welt Online“.

Die aktuellen Zahlen des diesjährigen Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) zeigen, dass die Zahl der Wohnungseinbrüche erheblich gestiegen ist. So wurden im Jahr 2010 insgesamt 123.000 Einbrüche in Deutschland begangen – circa 6% mehr als im Jahr zuvor.

Sachsen hat mit 21,2 Prozent hierbei den größten Zuwachs an Einbrüchen zu verzeichnen. Wie die „Welt“ berichtete, ist Leipzig mit fast der Hälfte aller in Sachsen registrierten Wohnungseinbrüche das Hauptziel der Täter. Dabei macht der Stadtstaat Bremen der Verlagsstadt deutlich Konkurrenz: Bezogen auf die Einbrüche je Einwohner liegt Bremen mit 2.877 Einbrüchen an der Spitze, obwohl es mit 15,4 Prozent gleichzeitig den höchsten Rückgang aufweist. So kommen in Bremen auf 10.000 Einwohner durchschnittlich 43,6 Wohnungseinbrüche. Zum Vergleich: die Zahl der Einbrüche in Bayern liegt bei nur 3,6 auf 10.000 Einwohner. Besonders einem Zuwachs von 16,2 Prozent sind Einfamilienhäuser und Villen besonders häufig von Einbrüchen betroffen.

Alle 2 Minuten wird in Deutschland eingebrochen

Auf ein Wiedersehen mit gestohlenen Gegenständen brauchen die Betroffenen nicht hoffen: Die Aufklärungsquote betrug im letzten Jahr gerade einmal 16 Prozent. Die Frage nach einem geeigneten Einbruchschutz liegt also sehr nahe: Neben dem Verschließen der Fenster und Türen bieten mechanische Maßnahmen einen geeigneten Einbruchsschutz. Fensterverriegelungen, Sicherheitsschlösser, Türspione und einbruchshemmende Rollläden können einen Einbruch verhindern und für ein sicheres Gefühl im eigenen Zuhause sorgen. Es gilt, den Langfingern den Einbruch so schwer wie nur möglich zu machen und ihnen somit das Handwerk zu legen.

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