Massiver Preisanstieg nicht nur bei Immobilien in Frankfurt, München und Hamburg

29. Juni 2011 | von

Die Immobilienpreise in Deutschland steigen weiter an. Dies bestätigen Berechnungen des deutschen“ manager magazins“ auf Basis von Daten der Landesbausparkassen. Die Steigerungen betreffen nicht nur wie bisher die Großstädte Frankfurt, München und Hamburg, sondern finden sich deutschlandweit.

Dass in deutschen Großstädten die Preise für Immobilien steigen, ist kein Geheimnis. Berechnungen des „manager magazins“ ergeben allerdings ein Bild, dass ganz Deutschland betrifft. Auf Grundlage von Daten, die die Landesbausparkassen (LBS) erhoben hat, weisen die Prognosen eine Mietpreissteigerung in der ganzen Republik aus.
Dabei werden in manchen Regionen in Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern bis zu 20 Prozent mehr Miete verlangt als noch vor zwei Jahren. Besonders drastisch ist die Entwicklung beispielsweise in Nürnberg: Hier stiegen die Kaufpreise in nur einem Jahr um satte 18 Prozent, ähnliches zeichnet sich auch in Berlin und Dresden ab. So rücken für Investoren auch Stadtteile in B-Lage in den Fokus, da die Toplagen bald ausgereizt sind.

Weitere Preisanstiege wahrscheinlich

Die Bausparkassen prognostizieren einen weiteren Preisanstieg um durchschnittlich bis zu drei Prozent bei Wohnimmobilien bis Ende 2011. Die LBS Berlin veröffentlichte in der vergangenen Woche eine Analyse, die die steigende Nachfrage nach neuem Wohnraum mit anwachsenden Einkommen begründet. Da der Neubau nur schleppend vorangeht, wird das Angebot dagegen knapper. Ergo können auch höhere Preise verlangt werden. „Wir spüren ein deutlich höheres Kaufinteresse“, bestätigt LBS-Verbandsdirektor Hartwig Hamm laut Immobilienmagazin.

Dabei variieren die Preise je nach Objekt sehr stark: In den teuersten Städten kosten die beliebten Einfamilienhäuser zehnmal mehr als in den preisgünstigsten. In diesem Segment stellt sich laut Umfrage bei den Bausparkassen Wiesbaden als besonders preisintensiv heraus (im Schnitt 750.000 Euro für ein Einfamilienhaus), gefolgt von München (710.000 Euro) und Heidelberg (550.000 Euro). Grundlage für die Berechnungen waren 31.500 von den Bausparkassen verkaufte Immobilien.

Gebrauchte Eigentumswohnungen fast um die Hälfte günstiger als neue

Das größere Angebot bei gebrauchten Eigentumswohnungen stellt ein anderes Bild dar: Diese sind für 35 bis 40 Prozent weniger zu haben als neu gebaute Wohnungen. Auch hier zeigen sich regionale Preisunterschiede, denn in großen und mittleren Städten Nord- und Ostdeutschlands beträgt der Quadratmeterpreis häufig unter 1.000 Euro, während man im Süden gut 1.500 Euro zahlen muss.


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion

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