Energiewende: Verbraucherinterresse an Ökostrom sinkt deutlich

28. Juli 2011 | von

Die Atomkatastrophe in Fukushima vor gut vier Monaten bewegte tausende deutsche Verbraucher dazu, ihren Stromanbieter zu wechseln und auf Ökostrom umzusteigen. Jedoch hat sich das Konsumentenverhalten, trotz des Reaktorunfalls, nicht nachhaltig verändert. Eine Studie des Verbraucherportals Verivox ergab, dass das Interesse an Ökostrom heute wieder auf das Niveau vom Jahresgbeginn zurückgefallen ist.

Schon nach wenigen Monaten nach dem Reaktorunfall in Japan nimmt das Interesse an Ökostrom nach einer Studie des Verbraucherportals Verivox wieder deutlich ab und erreicht das Niveau Anfang des Jahres. Trotz des Rückgangs sucht dennoch weiterhin die Hälfte der potentiellen Anbieterwechsel nach so genannten „grünen Strom“.

„Wir konnten bereits in der Vergangenheit beobachten, dass Störfälle in Kernkraftwerken zu einem kurrzeitigen Anstieg der Ökostromanfragen führten“, sagte der Experte des Verivox Vergleichsportals Peter Reese.

Aufgrund des Ausstiegs aus der Atomenergie könnte die Bedeutung von Strompreisvergleichen für den Konsumenten in der Zukunft immer weiter zunehmen, da Experten mit einer Preissteigerung rechnen. Eine Befragung unter Energiemarktexperten vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung ergab, dass die Mehrheit der Befragten den Preisanstieg deutlich über der generellen Inflationsrate schätzten und eine Minderheit mit einem Plus auf dem Niveau der allgemeinen Inflationsrate rechne.

Ein Zeitraum von zehn Jahren mache den geplanten Atomausstieg nach Einschätzungen der Energiemarktexperten machbar, ohne die Netzstabilität nachhaltig zu beeinträchtigen. So könne bis zum Jahr 2022 ein solider Netzbetrieb sichergestellt werden. Eine Minderheit der Experten sieht den geplanten Zeitraum von circa zehn Jahren jedoch als nicht haltbar, wenn die Stromversorgung nicht gefähredet werden soll.


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