Projekt Elbphilharmonie: Noch immer kein Ende in Sicht

5. August 2011 | von

Die Eröffnung des Hamburger Prestigeobjektes Elbphilharmonie liegt nach wie vor im Argen. Noch immer wird der Blick auf den Hamburger Hafen von einer Baustelle dominiert, die so schnell nicht aus dem Stadtbild verschwinden wird. Explodierende Kosten sind der Grund für die ständige Aufschiebung des Eröffnungstermins.

Ursprünglich war die Eröffnung der Elbphilharmonie bereits für das Jahr 2010 angesetzt, zuletzt hieß es von Seiten des Baukonzerns Hochtief noch, 2014 könne möglicher Eröffnungstermin werden, wobei die Baufirma weitere Aufschübe nicht ausschloss. Nun scheint es, als gehe die „unendliche Geschichte“ der Elbphilharmonie weiter, 2014 jedenfalls kann der Eröffnungstermin nicht eingehalten werden.

Explodierende Kosten sind der Grund für die anhaltenden Verzögerungen. Wurden die Kosten zu Beginn des Projektes noch auf 114 Millionen Euro kalkuliert, hat sich diese Schätzung bereits fast verdreifacht. Inzwischen werden die Kosten auf mindestens 323 Millionen geschätzt.

Intendant hofft, die Eröffnung noch zu erleben

Intendant Christoph Lieben-Seutter hat sich an die Verschiebung seines Traumes von der Inbesitznahme des Konzertsaales bereits gewöhnt, die Phasen der Verzweiflung seien längst vorbei, so der 47-Jährige. Bereits zweimal hat der Intendant eine Eröffnungsfeier samt Spielplan geplant, umsonst. Noch bei den ersten beiden Verzögerungen habe Lieben-Seutter sich Gedanken gemacht, jetzt hofft er nur noch darauf, die Eröffnung als Intendant überhaupt noch zu erleben. Wetten würde Lieben-Seutter jedoch darauf nicht, so gab er zu bedenken, dass sein Vertrag nur bis 2015 läuft. Allerdings ist er positiv gestimmt, dass dieser um weitere drei Jahre verlängert wird.

Während der Intendant der Elbphilharmonie sich um die künstlerische Zukunft und den Ruf der Konzerthalle sorgt, streiten Bauträger Hochtief und die Stadt um die Terminverzögerungen. So wirft Hochtief der Stadt vor, die Pläne für das Großprojekt zu spät geliefert zu haben, die Stadt wiederum verklagt die Baufirma wegen der Terminverschiebungen.


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