Telekom fordert finanzielle Beteiligung beim Ausbau des VDSL-Glasfasernetzes

9. August 2011 | von

Für den Ausbau des Glasfasernetzes für eine schnellere Internetverbindung muss die Deutsche Telekom Milliarden investieren. Deshalb sollen sich nun auch die Kunden an den nötigen Investitionssummen beteiligen.

Private Verbraucher sollen sich an den hohen Kosten beteiligen, die durch den Ausbau des VDSL- Glasfasernetzes entstehen, fordert der Deutschlandchef der Telekom, Niek Jan van Damme, im Focus. Das Unternehmen sieht sich nicht alleine dafür zuständig, für die gesamten Kosten aufzukommen und verlangt deshalb eine Beteiligung der Hauseigentümer am Ausbau des bisher schnellsten Internets in Deutschland. Experten schätzen, dass sich die Kosten für den Ausbau des VDSL Internets bis 2014 auf um die 50 Milliarden Euro belaufen.

Van Damme spricht zudem von Anreizen, die derzeit noch fehlten, welche jedoch für den Ausbau des Internets benötigt werden, um auch andere Anbieter wie O2 oder Vodafone zum Ausbau des Netzes motivieren zu können. Aufgrund der hohen Eingeninvestitionen, die von der Telekom zum Glasfasernetz-Ausbau geleistet werden müssen, fordert van Damme nun auch eine Beteiligung von den Kunden an den Kosten. Die Verbesserung des Internets hinsichtlich der Schnelligkeit soll von denjenigen, die den Fortschritt der Technologie wünschen, auch dementsprechend honoriert werden und ein entsprechender Eigenbetrag geleistet werden. So sollen die Hauseigentümer, die zukünftig den Glasfaser-Anschluss nutzen, auch regelmäßig für das Telekom-Kabel zahlen.

Weitere Städte in Deutschland werden in die Planung mit einbezogen

In einigen Städten ist das Glasfasernetz schon gestartet, mit dem Ausbau in weiteren Städten liegt die Telekom gut in der Zeit. Deshalb sollen nun auch neben den bereits gestarteten Städten auch noch weitere Städte wie Braunschweig und Henningsdorf mit in den Ausbau des Netzes einbezogen werden. Ein weiteres Projekt der Telekom beinhaltet den Ausbau der schnellen Mobilfunktechnologie LTE, welcher noch in diesem Jahr in den Großstädten Hamburg und Augsburg gestartet werden soll. Dabei erwartet den Verbaucher eine Leistung von bis zu 100 Megabite pro Sekunde.


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Ein Kommentar zu Telekom fordert finanzielle Beteiligung beim Ausbau des VDSL-Glasfasernetzes

  1. Matthias sagt:

    Ich finde es eigentlich etwas unverschämt, zu verlangen dass hier der Verbraucher für die Infrastruktur zahlen soll, an der später dann ein Konzern wiederrum verdient.

    Diese Aktion sollte sich doch mit attraktiven Angeboten auch schnell amortisieren lassen. Finde diese Forderung einfach überzogen, für den Sachverhalt, dass in den letzten Jahren im Ausbau der Netze sowieso sehr viel verschlafen wird.

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