Mieten: Berliner Osten teurer als der Westen

10. August 2011 | von

Dass die Berliner Mietpreise seit Jahren steigen, ist kein Geheimnis. Neusten Analysen zufolge ist aber der Osten teurer als der Westen, und zwar zum Teil deutlich.

Berliner Ostbezirke sind im Schnitt deutlich teurer als Bezirke im Westen. Dies ergaben aktuelle Analysen des Immobilienportals ImmobilienScout24: „Vor allem die Mietpreise am Hackeschen Markt des Berliner Ortsteils Mitte sind angestiegen“, erklärt der Immobilienexperte Dieter Thomaschowski gegenüber „pressetext“. Verglichen wurden die durchschnittlichen Preise pro Quadratmeter Kaltmiete in den 25 Ostberliner und Westberliner Ortsteilen, die bis vor fast 22 Jahren durch die Mauer getrennt waren. Die Ortsteile liegen heute in den Bezirken Reinickendorf, Pankow, Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg, Neukölln und Treptow-Köpenick.

In Mitte und Prenzlauer Berg zahlt man Spitzenmieten: im Schnitt zwischen 10,40 Euro und 8,20 Euro pro Quadratmeter. Die günstigsten Mieten findet man dagegen in Wittenau und Reinickendorf mit im Schnitt nur 5,50 Euro pro Quadratmeter. Im Ost-West-Vergleich wird aber deutlich, dass in den analysierten Ost-Ortsteilen durchschnittlich satte 7,00 Euro, im Westen aber nur 6,30 Euro verlangt werden. „Natürlich sind die Bezirke Mitte und Prenzlauer Berg für den höheren Preis verantwortlich – dort ist ja auch sehr viel investiert worden. Wenn man aber weiter nach Osten zieht, dann werden die Mieten deutlich niedriger“, relativiert Thomaschowski.

Im vergangenen Jahr erlebte Berlin den größten Neubürger-Boom seit der Wende: Laut Daten des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg sind um 18.000 Personen nach Berlin gezogen. Dabei handelt es sich in der Mehrheit um junge Menschen, die offensichtlich den Bezirk Mitte favorisieren. Die Hauptstadt mausert sich allerdings auch gerade zum attraktiven Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort, was die Mieten vermutlich weiter steigen lassen wird. Im Vergleich sei Berlin aber nach wie vor günstig, vor allem im Vergleich mit Großstädten wie Köln oder Düsseldorf, meint Thomaschowski.


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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