LBS-Studie: Großteil der Jugendlichen möchte später Immobilien besitzen

22. August 2011 | von

Von Pessimismus keine Spur: Laut LBS-Studie sieht über die Hälfte der Jugendlichen positiv in die Zukunft, eine große Mehrheit träumt von einem Eigenheim. Für den Wunsch nach Immobilienbesitz nennen die 16-25jährigen vor allem vier Gründe.

Auch in Zeiten, in denen es wirtschaftlich nicht so rosig aussieht und vor allem Nachwuchskräfte Probleme bei der Arbeitsplatzsuche bekommen können, lässt sich die Jugend ihren Zukunfts-Optimismus nicht nehmen. Dies ergab jüngst eine Online-Umfrage von Nordlight Research im Auftrag der Landesbausparkassen (LBS): Mehr als die Hälfte bezeichnete sich als „optimistisch, dass es ihnen gut gehen wird“ (64 %) oder als „immerhin einigermaßen zuversichtlich“ (30 %). Außerdem würden 77 % der Befragten eine Eigentumsimmobilie klar der Miete vorziehen (nur 9 % umgekehrt), was auf große Ortsverbundenheit schließen lässt.

Der Wunsch nach Eigentum erwächst aus unterschiedlichen Gründen. Spitzenreiter ist die Unabhängigkeit vom Vermieter (96 %), knapp gefolgt vom bleibenden Wert einer Immobilie, da sie vererbt werden kann (93 %), des Wohneigentums als Altersvorsorge (92 %) und des langfristig finanziellen Vorteils gegenüber dem Mietverhältnis (91 %). Weitere Nennungen sind die hohe Lebensqualität in den eigenen vier Wänden (88 %) und lieber Zins und Tilgung zu zahlen als Miete (83 %).

Gründe für Optimismus in der Gegenwart

Ursachen für die positive Sicht von der Zukunft machte die LBS-Studie vor allem in der Gegenwart aus: Während nur eine Minderheit mit seiner aktuellen Lebenssituation unzufrieden ist (9 %), findet der überwiegende Teil seine momentane Situation voll zufriedenstellend (62 %) oder zumindest einigermaßen (29 %).

Überraschend ist, dass sehr viele Jugendliche im Kauf einer Immobilie eine Altersvorsorge sehen, sich also bereits mit dem Altern auseinandersetzen. Überraschend ist das insofern, als dass die Gruppe der Befragten sich aus 50 % Schülern und Studenten und 14 % in einer Ausbildung befindenden, aber nur 30 % Berufstätigen zusammensetzt. Allerdings wohnen 60 % nicht mehr bei den Eltern, sondern allein, in einer WG oder mit einem Partner zusammen. Ein Extra-Augenmerk auf die Jüngsten der Teilnehmer zeigt, dass sich sogar diese Altersgruppe zu immerhin 80 % für die Altersvorsorge interessiert. Dabei ist auch klar, dass man selbst die Initiative ergreifen muss: Da die Mehrheit der Interessierten sich im Hinblick aufs Alter nicht ausreichend versorgt fühlt, informieren 90 % der Befragten sich selbst. Die Hälfte davon wiederum schließt dann auch ohne Absprache mit einem Außenstehenden einen Vertrag in Sachen Geldanlage oder Versicherungen ab, sobald es möglich ist.


Artikel bewerten und teilen:
VN:F [1.9.19_1165]
0

Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
Dieser Beitrag wurde unter Immobilien kaufen, News abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title="" rel=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>