Preissteigerungen in den Städten, günstiges Wohnen auf dem Land

25. August 2011 | von

Der bundesweite F+B-Index bringt es ans Licht: Während im Vorjahr noch die Preise aller Immobilien stiegen, differenziert sich die Lage 2011 aus. Mehrfamilienhäuser, Eigentumswohnungen und Neuvertragsmieten werden nach wie vor teurer, Preise für Einfamilienhäuser und Bestandsmieten dagegen sinken.

Die „F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt GmbH“ untersucht regelmäßig Entwicklungen auf dem deutschen Immobilienmarkt. Der aktuelle F+B-Index Deutschland untermauert zum Einen den Trend der letzten Jahre, denn auch im zweiten Quartal 2011 liegen die Preise in den Städten über denen des Vorjahres. Ein Aspekt kristallisiert sich allerdings erst jetzt heraus: Die Preise steigen nicht überall.

Eigentumswohnungen, Mehrfamilienhäuser und Neuvertragsmieten werden nach wie vor teurer, vor allem in den Städten: Bei Eigentumswohnungen handelt es sich im zweiten Quartal 2011 deutschlandweit im Schnitt um eine Erhöhung von 2,3 Prozent, bei Mehrfamilienhäusern um 1,5 Prozent und bei Neuvertragsmieten um 1,1 Prozent.

Besonders teures Pflaster: Hamburg und das Frankfurter Umland

Spitzenreiter der Preissteigerung sind Kaufimmobilien in Hamburg. Top-Lagen in der Hansestadt sind im Schnitt (und nach Qualitätsbereinigung, um vergleichbar zu sein) um 6.000 Euro teurer als in den preiswertesten Gegenden. „Wohnimmobilien erleben derzeit eine Renaissance als solide und langfristige Vermögensanlage“, erklärt F+B-Geschäftsführer Bernd Leutner gegenüber Spiegel Online den Run auf Wohneigentum. Was Mieten betrifft, toppen die Steigerungen in Hofheim am Taunus (3,6 Prozent), Neu-Isenburg (3,1 Prozent) und Oberursel (2,1 Prozent) im Umland von Frankfurt am Main den Rest der Republik.

Preise in ländlichen Regionen und Bestandsmieten fallen

In manchen Gegenden Deutschlands werden die Kaufpreise allerdings niedriger. „Dies gilt vor allem für Einfamilienhäuser in ländlichen Regionen“, so Leutner (-0,9 Prozent). Genauso sind Rückgänge bei den Bestandsmieten festzustellen (-1,1 Prozent).

Für die Untersuchung hat das Institut Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt (F+B) einen Index für 412 kreisfreie Städte und Landkreise erstellt. Dabei wurde die Preisentwicklung von Eigentumswohnungen, Ein- und Zweifamilien- sowie Doppel- und Reihenhäusern ausgewertet. Verglichen wurden die Ergebnisse mit den Trends der Neuvertrags- und Bestandsmieten von Wohnungen und den Ertragswerten von Mehrfamilienhäusern.


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion

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