Steigende Preise für Wohneigentum

20. September 2011 | von

Wer in Wohnungseigentum investieren will, muss weiterhin tief in die Tasche greifen. Die Tendenz der Immobilienpreise geht nach wie vor stark nach oben. Allein im vergangenen Jahr stieg der Kaufpreis für Wohnungen um 4,2 Prozent.

Die Preisentwicklung für Immobilien aus dem Jahr 2010 zeigt, dass die Preise für Wohneigentum weiter gestiegen sind. Das bringt eine aktuelle GEWOS-Studie mit dem Titel „Preisentwicklung für Wohneigentum in Deutschland“ zutage, die vom Städtebauinstitut ifs in Auftrag gegeben wurde und die der „Welt Online“ vorliegt. Ermittelt wurden im Rahmen dieser Studie die durchschnittlichen Preise jeglicher Verkäufe von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen in Deutschland.

Im Detail ergeben sich folgende Ergebnisse aus der Studie: Im Durchschnitt wurden für den Kauf einer Eigentumswohnung im Jahr 2010 circa 130.900 Euro entrichtet. Das bedeutet einen durchschnittlichen Preisanstieg um 4,2 Prozent. Der Preis für ein Einfamilienhaus stieg im Durchschnitt dagegen lediglich um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und lag bei 160.800 Euro.

Eine Zusammenfassung des Preisanstieges, sowohl im Segment der Einfamilienhäuser als auch bei Eigentumswohnungen zeigt, eine Steigerung von 2,7 Prozent, wohingegen es im Vorjahr noch 1,5 Prozent waren. Die Gewos-Studie impliziert alle Verkäufe von Häusern und Wohnungen, welche auf dem Bericht der örtlichen Gutachterausschüsse basieren. Aufgrund der jährlichen Aktualisierung der Studie innerhalb der Jahre 1989 bis 2009 stellt diese einen äußerst validen Indikator für die Preisentwicklung für Wohneigentum in Deutschland dar.

Spitzenreiter ist München

Das Städtebauinstitut ifs führt den weitaus höheren Anstieg im Bereich der Preise für Eigentumswohnungen darauf zurück, dass Wohnungen eher als Anlageobjekte erworben werden. Bei Einfamilienhäusern stehe hingegen eher die Eigennutzung im Vordergrund.
Der ifs zufolge, zeichnet sich in ganz Deutschland ein Preisanstieg für Eigentumswohnungen ab. Am stärksten vom Preisanstieg betroffen sind jedoch die Regionen Bielefeld/Paderborn mit 11,1 Prozent, gefolgt von Augsburg mit 9,4 Prozent und Berlin mit 9,4 Prozent.

Spitzenreiter für die teuersten Preise in den Bereichen Eigentumswohnungen als auch Einfamilienhäuser ist weiterhin die bayerische Großstadt München, in der man im Durchschnitt 227.900 Euro für eine Wohnung und 433.500 Euro für ein Einfamilienhaus bezahlt. Im Segment der Wohnungen bedeutet dies eine Steigerung um satte 5,4 Prozent, bei den Einfamilienhäusern handelt es sich um eine 4,4 prozentige Steigerung. Im Bereich der Einfamilienhäuser folgen mit großem Abstand die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt Düsseldorf sowie die Regionen Untermain und mittlerer Neckar.

Höchster Preisanstieg für Hauskauf in Dresden

Mit 7,7 Prozent ist der höchste Preisanstieg für Einfamilienhäuser in Dresden zu beobachten. Durchschnittlich zahlt man hier 115.000 Euro, was im Vergleich zu anderen Städten zwar noch relativ gering ist, jedoch kann auch hier zukünftig mit einem weiteren Preisanstieg gerechnet werden. In Berlin gestaltet sich die Situation hinsichtlich der Preise ähnlich. Dort sind die Kaufpreise seit dem Jahr 2003 stetig gestiegen und im letzten Jahr konnte ein Preisanstieg von insgesamt 7,1 Prozent für Häuser verzeichnet werden.

Der Immobilien-Dienstleister Jones Lang LaSalle hat festgestellt, dass auch im ersten Halbjahr 2011 die Preise für Wohneigentum zumindest in den großen Städten wie Hamburg, München, Berlin Frankfurt und Düsseldorf gestiegen sind. Im Jahresvergleich zeichnet sich ein zehnprozentiger Preisanstig für Eigentumswohnungen in München und Hamburg ab und in Berlin, Frankfurt und Düsseldorf ein Anstieg um mehr als fünf Prozent. Ausnahme dabei bilden die Städte Köln und Stuttgart, bei denen kein Anstieg der Preise für Eigentumswohnungen festgestellt werden konnte.


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