Beckerssches Haus in Rheine verkauft

16. November 2011 | von

Eins der markantesten Häuser in Rheine wurde verkauft: Das Beckerssches Haus am Marktplatz der Stadt im Münsterland gehört nun einem Rechtsanwalt. Pächter für das Ladenlokal im Erdgeschoss werden noch gesucht.

Interessante und schöne Häuser zum Kauf Rheine gibt es einige, aber manche sind dann doch etwas ganz Besonderes. Am Marktplatz in Rheine macht seit jeher ein Renaissancebau von sich Reden: Das Beckerssche Haus ist eines der Prachtbauten der kleinen Stadt im Münsterland. Nach dem Tod von Rudolf Beckers im Jahre 2004 und seiner Frau Karin im Jahre 2008 stand das Gebäude leer, keines der vier Kinder wollte das Wohn- und Geschäftshaus, das seit 1982 als Baudenkmal eingetragen ist, weiter nutzen. Daher entschloss sich die Erbengemeinschaft zum Verkauf.

Im Sommer hat sich nun endlich ein Käufer für eines der bekanntesten Gebäude in Rheine gefunden. Jens Bremenkamp, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Verkehrs- und Strafrecht, hat das Haus gekauft, über den Kaufpreis ist nichts bekannt. „Wir haben uns schweren Herzens von diesem besonderem Haus getrennt, das sich seit über 130 Jahren im Familienbesitz befand, sind aber davon überzeugt, dass die Eheleute Bremenkamp mit viel Engagement und Herzblut die Tradition des Hauses bewahren und weiterführen“, lässt die Erbengemeinschaft Beckers anlässlich der Unterschrift des Kaufvertrages gegenüber der Münsterschen Zeitung verlauten. Was noch fehlt, ist ein passender Pächter für das Ladenlokal im Erdgeschoss.

Das Beckerssche Haus entstand im Jahr 1649 nach dem Vorbild eines an gleicher Stelle 1647 abgebrannten Gebäudes. An der Marktfassade ziehen vor allem die Wappen des ehemaligen Hausbesitzers Johan von Lethmate und seiner Ehefrau Anna von Beesten die Blicke auf sich, an der Ostwand ist eine Relieftafel zu sehen, auf der der zerstörte Vorgängerbau abgebildet ist . Weitere architektonische Besonderheiten sind die sandsteinerne Giebelzier mit Segenskreuz und die Wetterfahne von 1649.

Da das Gebäude als Baudenkmal eingetragen ist, sind Umbaumaßnahmen sehr sensibel anzugehen, eine enge Absprache mit dem Bauamt und dem Denkmalamt ist unabdingbar. Das äußere Erscheinungsbild soll nicht verändert werden, hier handeln sich die Baumaßnahmen nur um Restaurierungsarbeiten.


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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