Energiepreise: Spartipps für die kalte Zeit

2. Dezember 2011 | von

Winterzeit ist Heizungszeit. So schön die kalte Jahreszeit mit Schnee und klarer, eisiger Luft auch sein mag: Angesichts stetig steigender Energiekosten wird die Winterlaune deutlich getrübt. Doch mit ein paar Tipps kann man vor allem beim Heizen bares Geld sparen.

Draußen ist es kalt, drinnen verleiht die Heizung wohlige Wärme. Wenn man jedoch daran denkt, wieviel Kosten für warmes Wohnklima anfallen, kann es einem die winterliche Gemütlichkeit gründlich verhageln. Öl- und Gaspreise haben in diesem Jahr stark angezogen, deftige Nachzahlungen sind auch diesmal für die Verbraucher zu erwarten.

Laut bundesweitem Heizspiegel der gemeinnützigen co2online GmbH zum Abrechnungsjahr 2010 waren die Kosten für ölbeheizte Häuser um etwa 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, wie der Deutsche Mieterbund (DMB) anführt. Die Preisanstiege für Erdgas (2,5 Prozent) und Fernwärme (2,3 Prozent) waren zwar weniger drastisch, aber dennoch vorhanden. Dazu kam der vergangene harte Winter, der den Heizenergieverbrauch im Schnitt um 13 Prozent steigen ließ. Die Folge: Die Verbraucher mussten kräftig nachzahlen.

Um die Zahlungen für das Abrechnungsjahr 2011 so gering wie möglich zu halten, gilt es, einige Regeln zu beachten. Denn auch für 2011 gab es einige Preissteigerungen: „Gegenüber dem Vorjahr sind die Heizölpreise in diesem Jahr weiter gestiegen – im Schnitt um 25 Prozent. Die Gaspreise liegen knapp vier Prozent über dem Erdgaspreis von 2010 und Fernwärme wurde fast sieben Prozent teurer“, bestätigt Dr. Johannes D. Hengstenberg, Geschäftsführer von co2online, gegenüber dem DMB. Vor allem für einkommensschwache Familien könnte dies zum Problem werden.

Tipps und Tricks, um Heizenergie sparen

Heizenergie sparen kann jeder Verbraucher, wenn er folgende Hinweise beachtet:

  • Stoßlüften ist energiesparender, als das Fenster über längere Zeit gekippt zu lassen. Bei einem ständigen Lüften kühlt der gesamte Raum aus und muss danach erneut aufgeheizt werden. Ein kurzer kräftiger Durchzug mehrmals am Tag – natürlich bei ausgeschaltetem Heizkörper – sorgt für frische Luft, ohne dass die Wärme zu sehr entweicht.
  • Damit Heizkörper die Wärme optimal abgeben können, dürfen sie nicht zugestellt werden. Heizkörperverkleidungen oder gar Möbel vor der Heizung mögen optisch ansprechend sein, hindern die Wärme aber, sich im Raum freizusetzen.
  • Heizkörper müssen regelmäßig entlüftet werden, damit sie optimal arbeiten können. Außerdem sollten die Rohre gut gedämmt sein, sonst geht zu viel Wärme verloren.
  • Die Wärme speichert sich besser über Nacht, wenn die Rollläden oder Fensterläden geschlossen werden.
  • Räume, die kaum genutzt werden, sowie das Schlafzimmer müssen nicht so stark beheizt werden. Die Energieagentur dena empfiehlt für diese Räume 18 Grad, für Flure 15 Grad. Zu stark auskühlen sollten die Räume jedoch auch nicht, sonst bildet sich Feuchtigkeit, die kondensieren kann. Die Folge davon kann Schimmelbildung sein. Dennoch: Nur um ein Grad niedrigere Temperatur bringt einer Ersparnis von bis zu sechs Prozent Heizenergie.

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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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